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Denn nur bei ganz rohen Völkern wird das Schaf bloß um ſeines Fleiſches und ſeiner Haut willen gehalten, bei den gebildeten dagegen iſt die Wolle ſtets der Hauptgegenſtand ſeiner Nußung geblieben. Wie nun die höhere Bildung der Völker auch mehr Geſc<hmak> an feinerer Bekleidung fand; ſo ſuchte man auch vorzugsweiſe Schafe zu haben, welche die andern ihrer Gattung an Feinwolligkeit übertrafen. In Europa waren in den älteſten Zeiten die Griechen und Rö- mer die gebildeteſten Nationen, und wir finden bei ihnen ſchon Spuren von beſonderer Sorgfalt, die ſie der Schafzucht widmeten. Zwar waren die Länder, welche ſie bewohnten, ſüdlich genug gelegen, um nicht zu allen Jahreszeiten wol- lene Bekleidungen am wünſchenswertheſten zu machen, aber dennoch bedurften ſie deren in den kältern Monaten, und bei dem zunehmenden Reichthume, deſſen ſie ſich erfreuten, und bei dem daraus hervorgehenden Luxus, mußten ſie das Feinſte in der Bekleidung allemal dem Minderfeinen vorziehen, Haben wir nun auch keine zuverläſſigen Nachrichten darüber, von welcher hohen Qualität die Wolle war, welche man ſchon damals erzeugte: ſo mußte ſie dies doch) gewiß ſeyn, weil man ſie ſchon zu vielen LuruSartikeln verarbeitete, und ihr die koſtbarſien Farben gab. Ob man ſchon damals die Merinos gekannt habe, iſt deshalb nicht ganz zu bezweifeln, weil dieſe zuerſt in Aſien einheimiſch waren, und die beiden gedachten Völker durch ihre daſigen Beſikßungen ſie leicht kennen lernen konnten. Won Aſien kamen ſie über Afrika nac< Europa, und zwar wahrſcheinlich durch die Mauren zuerſt nac; Spanien. Denn wenn auß Don Pedro A[lV., König von Caſtilien, im. 1. 4ten Jahrhunderte Merinos aus
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