mäßigen Vertheilung nöthig iſtz Erſteres, weil die Herrſchaft aller Sorge auf einmal los wird.
- Die Häuſer der Landleute, werden hier faſt alle, wie im Gebirge, von Sc<hrotholze gebaut. Die innere Bequemlichkeit derſelben iſt ſehr gering 3 indeß vermiſ- ſen ihre Bewohner dieſelbe nicht ſonderlich, weil ſie, wenn fie fich nur ihr Glas Brandtwein anthun können, leicht zu befriedigen ſind.- Im Ganzen iſt ihr Charakter we» nig feſt.- Sie ſind ergeben und faſt kriechend, aber den- noch wieder etwas verſto>t. Frühere Behandlung und läſtender Dru> mögen dazu weſentlich beigetragen haben. Ihre Mundart'iſt ſlaviſc<h, oder das ſogenannte Waſſer- Polniſch-; i:is
Wenn. wir von hieraus weiter ſüdlich kommen, ſo geht der Sandboden allmählig in Lehmboden über. Zwar ſtreicht nog hie und da der Sand in ungleichen Zügen von der Oder herüber, welches beſonders bei Klein- Strehliß noch ſehr ſichtbar iſt 3 aber denno< nimmt der Lehm immer mehr zu, und ex bildet faſt die ganze wellen- ſörmige Hügelgruppe um Ober- Glogau. Der Boden auf dieſem Lehmiſt ſehr fruchtbar, und trägt beſonders Klee und Erbſen ſehr lohnend. Man arbeitet ihn in ſehr breite Beete, die hie und da über zwey Ruthen in der Breite meſſen. Den Pflug läßt man aber nach meiner Meinung für diefen Boden zu flach gehen. Dies halte ich auch mit für eine Haupturſache, daß der Ertrag, nach der Güte deſſelben, zu gering iſt. Denn es ward mir verſichert, daß man ſelten über ſechs Korn Ertrag erndte, und daß ſelbſt bei dieſem Ertrage das Getreide ſchon häufig lagere.. Nur bei einer übermäßig ſtarken Saat könnte dies möglich ſeyn. Aber die flache Bear- beitung iſt wohl unſtreitig allein Urſach, vaß der Halm


