„des Regens ſo ſehr bedürſen, es treffe ihn dieſe Ealami- tät nur ällein, während es überall regnet.'Wenigſtetis iſt es mir ſehr häufig vorgekommen, daß man mir klagte,. wie die Strichregen immer nach der und nach jener Ge- gend hinzögen, während man ätni Dürre litt, und wenn ich denn in die vermeinten begünſtigten Gegenden kam, ſo hörte ich dieſelbe Klage.
Kommen wir na; Quatriß, ſd zeigen uns die Gehöfte der Bauern, ihr gutes Zugvieh und ihr ſelbſt- genügſames Weſen ſchon, daß ſie in Feiner verlaſſenen Gegend wohnen, wenn uns auch gleich nicht ſc<on der Anbli> der Felder davon überzeugt hätte. Der Flachs- bau trug ihnen in frühern Zeiten oft mehr, als die Zin- ſen von ihren Gütern, und was Weißen und ändetes Getreide brachte, das warf über die gewöhnlichen Wirth- ſchaft3- Ausgaben noch manchen ſchönen Thaler ab. Freilich hat ſich dies in jeßiger Zeit etwas geändert, aber immer gehören ſie wohl noch zu denjenigen, die nicht zu» erſt zu Grunde gehen werden.
Den Flä<s baut man hier meiſt näch beha&ten Früchten, beſonders nach Kraitt. Wäre der Boden nicht ein ſo milder kühler Lehm, ver nicht zu leiht eine zu große Thätigkeit annimmt, ſondern gleich einem kiu- gen Häusvater mit ſeinen Schäßen weiſe und ſparſam umgeht; ſv könnte die Nähe ver Düngung dem Flachſe leicht dadur< ſchaden, daß er ällzugeil triebe, und da- durch weniger gut würde. So aber-wächſt er ſehr freu- dig, ohne ſich zu übertreiben, und erreicht bei guten Jahren eine ſehr bedeutende Länge.
Der hieſige Boden gleicht in Miſchung und Lage ſehr dem bei Trebnitz, auch iſt er in der Tragbarkeit je- nem wohl ziemlich glei. Die Hügel beſtehen meiſt


