Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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ger Entfernung beinah plößlich ab, und wenn auch an den Seiten dieſes Striches noh Flachs gebaut wird,'ſo lohnt er doch wenig und ſein Anbau wird deshalb immer mehr beſchränkt.

Man zieht hier meiſt die ſpäte Leinſaat, d. h. die- jenige welche gegen das Ende des Mai's beſtellt wird, vor, und nur ſelten verſucht man die frühe, weil ſie nur ſel- ten geräth.

In Herrndorf machen wir die Bekanntſchaft eines recht tüchtigen und na<h rationellen Grundſäten ſehr glüElich wirthſchaftenden Landwirths, in der Perſon des Hrn. Ober- Amtmanns Hanko. Ob er gleich den neuern Grundſäßen nicht unbedingt huldigt; ſo hält er ſie doch für nothwendig und gut, und weiß ſich dieſelben auf eine kluge Weiſe anzueignen. Er betreibt bei Drey- felderwirthſchaft einen ſehr ſtarken Futterbau und hält nur da Brache, wo er bis zum Umbruche derſelben Schaafweide ndthig hat und auch wirklich haben kann. Da dies nun grade meiſt verunkrautete AeFer ſind, ſo läßt er ihnen auch den Sommer hindurch durch mehrfache gute Bearbeitung ihr volles Recht wiederfahren, und bereitet ſie dadurch zu.den zwey folgenden Halmfrüchten auf's zweEmäßigſte vor. Da er mit Brache und den leßten beiden Futterpflanzen immer wechſelt, und jedes dadurch nur immer wieder in 9 Jahren'an dieſelbe Stelle kommtz ſo hat er eigentlich 9 Schläge und einen neun- jährigen Turnus, in welchem aber dreymal zwey Halm- früchte hinter einander folgen.

Sein Boden iſt/übrigens meiſt ſehr gut, und Aek- ker, die nachfolgende Früchte alle ausgezeichnet tragen, können unmöglich ſchle<t ſeyn. Er baute nämlich auf einem Felde zuerſt Erbſen, dann Weißen, Gerſte, ließ