Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
Seite
74
Einzelbild herunterladen

- alles, und nur wer viel Wieſen hatte, konnte ſeinen Ader immer bei Gleichem erhalten./ Hr. Amtsrath Lucas hat, weil Gemeinheit und. Obſervanz ihn bindet, die Drey Felder beibehalten, je- doch baut er ſo viel als möglich Futter in der Brache. Da der Klee hier vorzüglich gedeiht, ſo wird ihm dies auch nicht ſchwer. Da jedoch die Gemeinhutungen hier noch überall ſind, ſo muß er einen großen Theil der ſo- genannten Brache dazu überlaſſen, und kann ſie nicht, wie er wohl wünſchte, zur Anlegung guter Sc<haafwei- den benußen. ' Dieſer reiche und kräftige Boden aber bleibt nicht ganz in ſeiner Güte, wenn man wieder herabſteigt in die Ebene an der Oder hin. So findet man bei Weis- holz einen röthlichen Thonboden, der zwar Weißen, aber weit ſchwieriger Gerſte trägt. Er ſcheint durch große VUeberſchwemmungen der Oder abgeſpült worden zu ſeyn. Man hat auf ſolchem AFer das Gipſen verſucht, wie dies Hr. Lucas in Burkau auch that, aber der Erfolg war wenig günſtig, und nur auf mitlerem etwas reiche vem Boden dieſer Art war die Wirkung entſchieden beſſer. Dies ſtimmt mit allen Erfahrungen und Mittheilungen unzählig vieler ſchleſiſcher Landwirthe überein, wie Sie“ aus meinen frühern Briefen bereits wiſſen. In Burkau finden wir wieder eine Merinoheerde, ' vie werth iſt, daß man ihv Aufmerkſamkeit beweiſt. Aus Lychnows3kyſchem Stamm entſproſſen, iſt ſie mit großer Sorgfalt behandelt und gepflegt. Daher ver- dient ſie denn auch unter den erſten Heerden der Provinz mit aufgezählt zu werden. yZ

Von einem Landwirthe, der ſo gern alles aufs 'BVollkommenſte eingerichtet haben möchte, und dem hiezu