Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
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Dies alles aber vergißt der Freund'der Schaafzucht über ven in dieſem Stalle ſtehenden Thieren.- Hr. v. R. hat hier am Orte blos die Stähre ſtehen. Unter dieſen giebt es eine Menge Thiere, die alle Forderungen, welche man an das Vollkommene-dieſer Art machen kann, erfüllen. Die Heerde ſtammt urſprünglich von Pdtniß bei Deſſau, und ihre Abſtammung iſt im größten Theile: der Nach- kommenſchaft noc< unverkenübarz denn ſie gehört ent ſchieden zu der langgeſtapelten Eskurial- Raſſe. Des- wegen iſt ſie doch aber ziemlich gedrängtwollig und-giebt eine Überaus reiche Schur. Ueberhaupt hatte im mehr: fache Gelegenheit zu bemerken, daß die aus Pötniß an- geſtammten Heerden hohe Feinheit und Fehlerloſigkeit der Wolle auch in den folgenden Generationen beibehielten und dadurch für die ächte Raſſe ihrer Abſtammung zeug- ten. Ausgeglichenheit der Wollhaare unter einander, verbunden mit hoher Sanftheit, iſt eine Haupteigenſchaft dieſer Naſſe.

Den Kern ſeiner Heerde hat Hr v. R. auf dem Borwerke Helle.Hier finden fich denn aber auch eine Menge Thiere, die wohl ſo leicht nicht übertroffen werden dürften. Bei der hohen Intelligenz dieſes Schaafzüch- ter3 und bei ſeinem unermüdeten Fleiße wäre es auch ei- ne unerwartete Erſcheinung, wenn er das höchſte nicht erreichen ſollte, beſonders da er ſchon ſeit einem Dezen- nio die Sache mit dieſer großen Vorliebe betreibt. Wie unermüdet er aber nach einem einmal' vorgeſte>ten Ziele ſtrebt, davon geben die in den Möglinſchen Annalen mitgetheilten Verſuche, die er über die Wirkungen ver- ſchiedener Futterungsarten bei.Schaafen anſtellte, den ſprechendſten Beweis. Während der Zeit dieſer Verſuche

feſſelte er ſich recht eigentlich an ſeinen Wirthſchaftshof 3