Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
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ſchlechtem wirthſchaftet 3 ſo wäre dieſer ſchön hinlänglich, um darzuthun, daß es immer in neun Fallen vortheil-, hafter ſei, ſich in gittem Boden anzuſiedeln, ehe dies nur in einem einzigen vortheilhafter ſeyn kann, ſich in einer ſchlechten Gegend niederzulaſſen. Dex niedrigere Werth der Grundſtüe in einer ſolchen entſchädigt ſelten für den ſs wenig lohnenden Ertrag für Mühe und Schweiß. Dazu koinmt denn noh, daß man gewöhn: lich einen ſol<en ſchlechten Boden, nicht auf die Weiſe würdigt, wo er noch am meiſten Gewinn geben würde z; ſondern ihn gewöhnlich in ſeiner Bewirthſchaftung nach dem Muſter eines guten anzieht, und dadurch grade, wo man am meiſten zu gewinnen hofft, am Ende gar nichts hat;

Neun und zwanzigſter Brief.

Wir kommen nun na<h Panthen, Ohne Zweifel haben Sie über die hieſige Königlihe Stammſchäferei auch ſchon ſo mancherlei Urtheile gehört. Mir wenig» ſtens ſind deren auf meinen Reiſen ſo viele und verſchie- dene zu Ohren gekommen, daß mich dies gänz.beſonders aufmuntern muß, Ihnen meine Anficht von derſelben ganz treu und unpartheiiſch mitzutheilen. Es geht mit ihr freilih, wie mit jeder Säche, die Bedeukfung und Ruf bekommt, d. h. es finden ſich Neider und Anhän- ger. Erſtere mußten hier um ſo'häufiger vorkommen, ſie manchem bei einer vorgehabten Finanz- Specula- tion in den Weg tratz oder auch das Muſter aufſtellte, wie eine gute Schäferei beſchaffen ſeyn mußte 3 wodurch denn manche andre in Schatten geſtellt ward.

Dod ich komme zur Sache ſelbſt: Welchen Zwe> zu erreichen man ſich in den Königlichen Stammſc<sfe-

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