Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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In Zobel finden'wir an dem Wirthſchaftsbeamten Hoppe einen Veteran derLandwirthſchaft und einen wür- 'digen Schüler des in frühern Zeiten um den AFerbau ſehr verdient gewordenen Herrn v, Arndt. Die von die- ſem erfundenen und mit der Zeit immer mehr verbeſſer- ten AFermaſchinen werden hier noch fortwährend, und wie mir Herr Hoppe verſicherte, mit dem beſten Erfolge gebraucht, Jedoch aber eignen ſie ſich, wie dieſex ſelbſt

. eingeſtand, mehr für einen leichten-und durchlaſſenden,

als für einen ſtrengen und ſehr waſſerhaltenden Boden.

Rindvieh- und Schaafzucht ſind in Zobel im be- ſten Zuſtande. Die Wolle der lektern aber hat ſich noch nicht über den Mittelgrad von Feinheit gehoben: Die ganze Wirkhſchaft zeigt aber ſonſt von Verſtande und Kraft, mit welchen ſie geführt wird.

ü Dey Boden iſt hier ſchr wechſelnd, und geht oft von einem magern Sandlande in nicht gar großer Ent- fernung in einen guten Weißenboden über. Erſterer hat in ſofern einen um ſo geringern Werth, weil der Re- genfall in hieſiger Gegend grade nicht der bedeutendſte iſt. Die Entfernung vom Gebirge ſowohl, als von einem bedeutenden Fluſſe, mag hiervon wohl die Haupturſache ſeyn.;

Von hier wenden wir uns nach Dürſchwiß. Die Erſcheinung des ſo ſehr verſchiedenen Bodens an den bei- den Ufern eines Baches finden wir hier wieder z denn die Güte deſſelben ſteht auf dem linken Ufer der hier fließen- den Leiſebach weit über der des rechten Ufer3. Auf der linken Seite iſt ein reicher Lehmboden, der bei guter Kul- tur die reihlihſten Weißenerndten trägtz während auf der linken hie und da kiefige Anhöhen ſind, und ein leich- tex und'magerer Boden vorkommt.