Teil eines Werkes 
1,Abt.1 (1822) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 1,Abt.1
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SEIS EREEINEETN

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wo Weißen hinkommt noch ſchwach gedungen wird, ſo

- ſtehen die Halmfrüchte immer ausgezeichnet, wie ich ſelbſt

Gelegenheit hatte, mich zu überzeugen. Herr v. Wenß- ky verſicherte mir auch, daß ehemals bey der Dreyfel: derwirthſchaft die Gerſte nie über 4=-“+ 5 Korn Ertrag gebracht habe, wogegen ſie ihm jekt faſt immer 8-10 Korn bringe. Roggen und Weißen ſey ſelten auf 6 Korn gekommen, jekt habe er immer darüber. Daſſelbe könne er vom Hafer verſihern. Nehmen wir dies alles zuſammen, ſo iſt der jährliche Körner- Ertrag jekt bei- nah um den dritten Theil höher, und die Viehzucht um die Hälfte ſtärker und einträglicher.

Mit dankbarer Anerkennung verſicherte mir Herr v. W.,, daß er unſerm Vater Thaer ſeinen höhern Guts Ertrag, und die Ruhe, mit welcher er ſeine Landwirth- ſchaft, da ſie einmal auf dieſen Fuß eingerichtet ſey, ges hen laſſen könne, einzig uud allein zu verdanken habe.

Da der hieſige Boden meiſt eine durchlaſſende,

und hie und da kieſige Unterlage hat, er übrigens auch|

ſelbſt zum Theil ſandig und kieſig iſt, ſo hat die Erfah- rung Herra v. W. belehrt, daß es beſſer ſey, wenn die Düngung nicht unmittelbar den Halmfrüchten gegeben wird, weil der an ſich hißige, oder richtiger, in hohem Grade thätige Boden alsdann zu ſtark im Anfange treibt, wodur<, wenn Hiße und Trockenheit eintritt, ein Ver- kümmern und wohl gar ein Verdorren des Getreides er- folgt. Dieſe Erfahrung habe er bey der Dreyfelder- wirthſchaft öfters, ſeit Einführung des neuen Syſtems aber nie gema<t. Zu Weißen nach Klee wird auch nur auf den Stellen gedungen, wo der Boden die meiſte Bindung hat, und wo deſſen Unterlage am anhaltend-

ſien iſt.

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