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Ueber die Wechselwirthschaft und deren Verbindung mit der Stallfütterung des Nutz- und Arbeitsviehes : als Fortsetzung oder Commentar des Karbeschen Werks: über die mögliche und nützliche Einführung der englischen Wechselwirthschaft / von Friedrich, Herzog zu Schleßwig-Holstein-Beck
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te ich jedem Wirthe änrathen, die Stallfütterung: icht eher anzufangen, als bis er auf ein Jahr trones"Futter im Vorrath hat. Allein ich weiß auch aus Erfahrung nur zu guk, was dazu gehört, imi Anfange'der Wechſel? wirthſchäft ſo viel tro&nes Futter zu bauen, daß'nur;et- was erſpart»wird;' ich weiß, wie viel Mühe es koſietz:»die Leute zur Spatſämkeit in der Fütterung zu" gewöhnen, und ihnen die Nothwendigbeit eines-Futtervorraths begreif- lim. zu-machen,- Wo nicht: verſchloſſene; feſte Behältniſſe ſind, iſt es faſt unmöglich, die Leute vom Verſchwenden des Futters abzuhalten, und welches zu erſparen, Um aber Futter, nämlich Klee» Wien: und anderes Heu und Stroh, auf ein ganz Jahr zu erſparen, gehört eine ununter? brochene Folge geſegneter. Jahre... Noch habe ich es nicht dahin bringen können? gleichwohl habe ic) nicht Geduld genug gehabt, ſo lange mit dem Anfange der Stallfütte? rung zu warten; ich wende aber alle meine Kräfte an, um zu einem ſolchen Futtermagazine zu gelangen, und hoffe meinen Endzweck nach und nach erfüllt zu ſehen, wenn nicht unglü&liche Jahre meine kleinen Futtervorräthe auf? zehren.

I< ſchließe hier mit dem ſehnlichen Wunſche, daß die practiſche, rühmliche Bemühung des Hun, Karbe, die ge- gen die Wechſelwirthſchaft und den Futterbau beſtehenden Vorurtheile zu vermindern und zu beſiegen, beſonders von ſeinen und meinen Landsleuten möge erkannt, daß ſeine vortreflichen Rathſchläge mdgen befolgt werden, und das

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