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Ueber die Wechselwirthschaft und deren Verbindung mit der Stallfütterung des Nutz- und Arbeitsviehes : als Fortsetzung oder Commentar des Karbeschen Werks: über die mögliche und nützliche Einführung der englischen Wechselwirthschaft / von Friedrich, Herzog zu Schleßwig-Holstein-Beck
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Herr Fanmihmnicht wegjagen; wenn er nicht. aus den» thern ziehen will 3 ex kann alſo manches wagen, was der fremde-Dienſtbothe oder Tageldhner nicht thun darf, wenn ihm darum zu thun iſt, lange an einem Orte zu dienen oder zu wohnen» Dieſes letzte, dünkt mich, iſt-ſchon allein eine ſo ſehrläſtige, von der Erbunterthänigkeit unzertrenn- liche Unannehmlichkeit für den Guths-Beſitzer, beſonders wenn evy bdsartige- widerſpenſtige-Menſchen, hat, daß ſie, wenigſtens in meinen Augen, die Annehmlichfeit ver Erbuns terthänigkeit ganz überwiegt. Denn der Unterthan mag thun, was er-will, ſo lange er es nicht ſo arg macht, daß er das Zuchthaus verdient, er mag der ſchlechteſte, gefährlichſte, verworfenſte Menſch ſeyn, ſo: kann ihn der Herr nicht los werden, wenn-er nicht ſelbſt aus den Gäthern gehen will; und oft will er dieſes dem Herrn zum Troßze nicht. Als großen Nactheil der Erbunterthänigkeit kann man auch die ziemlich allgemeine. Gleichgültigkeit, Faulheit und Nachläſſigkeit: der Unterthanen. bey jeder Arbeit anſehen, Dieſe Dinge ſind ungusbleibliche-Gefehrten der traurigen Veberzeugung, dieſer Menſchen, daß ſie)in den mehreſten Fällen bey der größten Anſtrengung und Aufopferung: ih-

rer Kräfte keinen eigentlichen Nußen davon haben... 7 Sie,

arbeiten daher ſo langſam, ſo ſchlecht, und fo wenig, als möglich, nehmen auch mauche wirkliche oder thätliche Be- ahndung vorlieb: denn ſie wiſſen es, ihr geringes..Tage- oder Geſindelohn Fann ihnen nicht: entgehen; der Herr braucht ſie, und muß ſie brauchen, wenner auchmit-ihnen

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