Kegen ein oder mehrere Cdllmer mit Bauern im Gemenge, ſo"erhalten die Cdölimer ihren AFer/, und gemeiniglich je der alleln für ſich- die Bauern aber in jedem Felde jeder ein Städ. Obgleich ich: geſagt habe, daß es leicht mdg- lich ſey, ein Bauerndorf zu einer Wechſelwirthſchaft, ohue Stallfätterung, aubeinander zu ſetzen; ſo bezweifle ich jedoch, daß es eben ſo leicht ſey, den Bauer, wenigſtens den Preußiſchen, im Allgemeinen zur Annahme irgend eis ner neuen Wirthſchaft, und des Kleebaues, ohne eine Art von Gewalt zu bewegen. Glüliche Beyſpiele können hier- bey indeſſen nach und nach wirken; und mit Freuden kaun ich hier ſagen, daß bereits einige CdlUlmiſche. Guthsbe- fier aus dem eigentlichen Bauernſtande, in der Gegend meiner Güther, Futterbau mit Stallfätterung von mehr als 20 Stuck Rindvieh angefangen haben 3; daß mehrere andere darauf hinarbeiten; und daß ſogar mehrere von venen im 5ten Abſchnitte erwähnten königlichen Bauernddr» fern, welche keine Brache halten, aber große Weide- Gär- ten beſißen, eine Art Wechſelwirthſchaft angefangen haben, indem ſie jährlich einen Theil dieſer Gärten aufbrechen und beſäen, dafür aber einen andern Theil ihres AFers zu Weidegärten einzäunen, wobey ſie ſich ſehr wohl befinden, da ihr Land in einer kleinen Niederung liegt, und die fetteſte Weide hervorbringt, wenn es ein Paar Jahre ungeadert bleibt. Eine regelmäßige Feld- Eintheilung findet in? deſſen bey allen dieſen Leuten noch nicht ſiattz ſie beurtheis
len ihr Land jedoch ziemlich richtig nach der Ausſaat. Begnt2-


