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Die Ställe haben mehrere Fenſter, welche bey Tage geöffnet werden, und die Thüren werden im Frühjahre, und während der guten Jahreszeit mit Gattern oder Horden verſeßt, damit die Luft freyen Durchzug habe,
Den Winter hindurch werden die Schaafe im Stalle mit Heu, getro&netem Laube, Gerſten-
Saufen zu entziehen. An den mehreſten Orten ge- hen die Shaafe im Winter, wenn es nur irgend möglich iſt, auf die Saaten, oder andre Weiden, ſo wenig ſie auch finden mögen, Das Herausge- hen iſt ihnen gewiß geſund und dienlich, nur nicht die Abwechſelung von Hiße und Kälte, denn im Stalle müßen ſie beynajhe für Hiße erſti>en 5 der ſtinfende erſtifende Dampf, der uns aus den Schaafſtäilen entgegenſchlägt, wenn wir des Morgens früh hineingehen, iſt jedem defannt. Dieſen müſſen die Schaafe einſchlucken, und da» durch wird ein großer Grund zur Fäule gelegt. Die Schaafe, die bis zum Sc<hwiken erhißt ſind, werden beyin Oeffnen der Thüren, wodurch plözli- cher Zug entſteht, ſo wie beym Hergustreiben von der Kälte beſchlagen, dieſes mus ihnen gefähr= Lich, oft födtlich ſeyn,
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