Schafzucht. (550)
Mnehr, als Thiere in andern gewöhnlichen Stallungen; allein eben das zeigt von ihrer Geſundheit, und ſie gedeihen bey halb Strob- und halb Heufutter beſſer, als andere Schafe bey blo- ßem Kleefutter, die von der Hitze und Ausdünſtung zu warmer Stglle leiden.
. Die Wolle wird nie gelb, ſie erhält oder bekommt eine vor- zügliche Weiße, welche Qualität der Käufer und Fabrikant ſehr ſchäßt 3; auch iſt die Ausbeute an Wolle größer, als von andern Thieren, die in zu warmen Stallungen gehaiten werden. Die Kämmer ſind kräftig, munter und geſund,
- Das Futter befindet ſich nicht über dem Stalle; daher eine
Ausgdünſtung der Thiere in das Futter, das ſie unter ſolchen-
- Umſtänden mephytiſch geſchwängert, feucht genießen ſollen,=-
was bey Stallungen, worüber das Futter lagert, mit aller Vor: ſicht nicht zu vermeiden iſt-- hier gar nicht eintreten kann. Man hat Proben gemacht, daß Heu, das man über Nacht in den Stall legte, x an Gewicht zugenommen hat, was allein von. der Feuchte und Ausdünſtung der Thiere entſtanden iſt. Man hat in dieſem Betracht Verſuche gemacht und gewogenes Heu auf den Stallboden- durch einige Tage gelegt, worauf ſich das Gewicht um 75 vermehrte, Die Thiere werden ſonach, wenn man ihnen das Futter nicht aus ſeparat ſtehenden Hevdepoſito- xien reicht, mit Quantität und Qualität deſſelben betrogen z kein Wunder! daß ſie dunn oft am Ende des Winters kaum mehr ſich fortſchleppen können, während Thiere, die ordentlich und geſund genährt werden, mit Ende des Winters ſo ſtark Und oft noch ſtärfer ſind, als ſie im Herbſte eingeſtellt wurden.
Drittens iſt bey Etabliſſements von werthvollen Schäfereyen vorzüglich auf die Verminderung der Feuersgefahr zu ſehen. Bey Auseinanderſtelung der Schäfereygebäude in angemeſſene Abtheilungen, iſt eine Feuersgefohr kaum möglich, oder von Feinem ſo großen Belange des Schadens, wenn nur ein Theil eines Gebäudes, oder nur eine Heerde zu Grunde gebet.
Die Löſchung eines ſolchen. in Brand gerathenen Stalles, wie der beſchriebene, iſt, da er eine ſo geringe Höbe hat, ſo leicht, daß man bey der erſten Entſtehung ſelbiges beynohe mit der Hand niederſchlagen kann. Ein ſolches Schäfereygebäude bietet alſo Wohlfeilheit, Geſundheit und Sicherheit dar; lette. res um ſo mehr, wenn man das Dach mit Schindeln oder wohl gar mit Ziegeln deen wollte. Jm lettern Falle aber müßte ſelbiges inwendig mit Laden verſchallt werden, weil im Sommer die Hie durch ein ſolches niedriges Ziegeldach zu ſtark auf die Schafe wirken würde.;
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