90
Schafzucht. (490)
indem ſie ſonſt bey dem Freſſen von den ſtärkern verdrängt würc den. Auch hat man dieſelben bey den jüngern Abtheilungen im- mer beſſer unter Augen, um ihnen entſprechendere Hülfe angedei- hen laſſen zu können. Man kann dießfalls nie vorſichtig genug ſeyn 3; denn iſt das Lamm in ſeiner zarten Jugend einmal verx- buttet, und der günſtige Zeitpunct zur Hülfe verfehlt, ſo iſt die- ſes Verſehen ſelten mehr durch die ſorgſamſte Pflege zu verbeſ- ſern, und man wird von einem ſolchen verkrüppelten Lamme ſich nie ein kräftiges, dauerhaftes Schaf verſprechen können.
Es iſt um ſo wichtiger, daß das erſie Wachsthum der Läm mer nicht im mindeſten durch widrige Einflüſſe geſtört werde, indem dieſes nachtheilige Ereigniß auf die Lebens- und Ausdauer dieſer ohnehin ſchwächlichen und für alle nachtheiligen Einflüſſe höchſt empfängliche Thierart, ſo wie auch auf ihre Deſcendenz den größten Einfluß übt. Man kann daher die Aufmerkſamkeit auf derley Lämmer nie zu weit treiben, und jede Mühe, welche mau hierauf verwendet, wird ſich eben ſo ſicher belohnen, als LIES ſchlechte, ſhwächliche Nachzucht zur
v Hi.
Da das Zurückbleiben mancher Lämmer, ſelbſt in den ältern Abtheilungen, oft daher rührt, daß. die Mütter theils Krank- heits, theils anderer Zufälle halber denſelben weniger oder ſchlechtere Milch verabreichen können, ſo ſind in ſolchen Fällen jedesmal vor allem die Mütter genau zu unterſuchen, und muß, wenn dieß ſo befunden wurde, dem Lamme eine Säugerin bey- gegeben, oder, im Nothfalle, auch ganz von der Mutter ent- fernt werden. Jedoch dürfen derley an karge Nahrung gewöhnte Lämmer im Anfange nur mäßig angeſäugt werden, bis ſie ſich an die ihnen zum Theil werdende mehrere und kräftigere Milch nach und nach gewöhnen, indem ihnen ſonſt dieſer ungewohnte Veberfluß durch Ueberladung des Magens leicht ein ſchädliches Abweichen verurſachen könnte. Ueberhaupt ſoll man, ſo viel es möglich iſt, darauf bedacht ſeyn, daß jedes Lamm immer eine und dieſelbe Säugerin(Amme) zu ſeiner beſſern Ernährung em- vfängt, indem die ſtets unveränderte Milch eben ſo ſehr zum Gedeihen derſelben beyträgt, als bey dieſen ohnehin ſchwächern Thierchen die geringſte Urſache oft die ſchädlichſten Folgen ha- ben kann; und auch in dieſen Fällen wohl leichter ſchädlichen Einwirkungen vorzubeugen, als einmal begangene Fehler zu ver- beſſern ſind.
Reviſion der Mutterſchafe und deren Lämmer,
6. 121. Da die Frühlämmerung gewöhnlich mit Ende die- ſes Monats ihr Ziel erreicht hat, ſo ſind nach deren Beendi- gung alle während derſelben gebrauchte, nua entbehrlich gewor- dene Jnventariengegenſtände, als Kouen, Überflüſſige Hürden u. a., zum nächſtjährigen Gebrauche ſorgfältig aufzubewahren.
Auch iſt es nun an der Zeit, das ſämmtliche Muttervieh genau zu unterſuchen, welche Mütter Lämmer geboren, oder gelte geblieben ſind, ſo wie auch, wie ſich in dieſer Vergleichung der Stand der Lämmer mit Anſchlag der Statt gehabten Sterb- lichfeit verhält, welches ganz genau Übereintreffen muß. Dieſes alles genau zu unterſuchen, ſoll nie unterlaſſen werden, da die Schäfer, dieſe pünctliche Ordnung einmal wiſſend, ſich nie ſo
2,
leiht zu 1) die Entde verhindert Bey d Reviſion 1 yu zy zn Empf! ſowohl ht" wrift, 1047 des Ablan) | werden. Ehen 11 Ghtfarey- nau zu uml denen es 1 ſuchung dy! die Bezel ſchmitte 19 bernd
(,10 vigen E19 die Volloß Chef beſit | ſv unterſte
wilde 30 fem, 8 | Impt Wag indie | ſcheinlidl beurfundl Lämmer fung Nid)y Fehlor hal | Delon Wen der rf In dieſen]
| Imme 4
ſie in de] | Nolle iy | dieſe zum | lein die 9 ſondern diy Kundenz,| WU N Deeds nin, Feminig.| Niger Uw Vorbe
"10
jet in|


