Teil eines Werkes 
3,1 (1816) Zoologie oder Thierkunde
Entstehung
Seite
463
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Hrn. Teichmann's Schriftüber Teich- fiſcherey.

Die Karpfen begatten ſich bisweilen mit den Karauſchen, und es entſtehen daraus ſogenannte Hälberlinge oder Blendlinge, welche unfä- hig ſind, ihr Geſchlecht fortzupflanzen. Sie ſind Fleiner als die Karpfen, haben Feine Bartfaſern, ihr Kopf iſt kürzer und ihre kleineren Schuppen ſiken feſter als beym Karpfen. Man achtet ihr Fleiſch wenig, weil es keinen beſonderen Geſchma> hat und mit vielen Gräten durchwachſen iſt.

Umdie Entſtehung dieſer Baſtarde zu verhü-

ten, muß man dafür, ſorgen, daß feine Karauſchen

in einen Karpfenteich kommen.

Als eine beſondere Art ſcheint ſich vom Karpfen noch der Spiegelkarpfen(Rex Cyprinorum) zu unterſcheiden, den man ſonſt: für eine Spielart deſſelben anſah. Cr gleicht in der Geſtalt und den übrigen Theilen dem Karpfen völlig, zeichnet ſich aber durch ſeine beſondere Bede>ung ausz er hat nemlich 3 bis 4 mal ſo große Schuppen als jener, welche nur einen Theil ſeines Körpers bedeckenz eine Reihe. derſelben läuft längs dem Rüden hin, die andere längs der Seitenlinie, und am Bauche befindet ſich eine dritte, deren Shuppen aber nicht ſo regelmäßig geſtellt ſind. Die Schuppen ſind gelb nit braunem Rände und geſtreift. Der ſchuppen- loſe Theil des Körpers iſt mit einer harten, ſchwärze- lichen Haut bedeckt.

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