Teil eines Werkes 
3,1 (1816) Zoologie oder Thierkunde
Entstehung
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Friſch aus der Ader eines Säugethiers oder Vogels gelaſſen, hat das Blut eine rothe Farbe, eine ſchleimige Conſiſtenz, und einen faden, ſchwach ſalzigen Geſchmac>. Seine Farbe iſt aber nach den Stellen, aus denen es genommen wurde, noch ver- ſchieden? das aus den Venen oder Blutadern ge- nommene iſt nemlich ſ<warzroth, das der Schlag- adern oder Arterien hingegen hellroth. Betrachtet man das Blut unter einem Vergrößerungsglaſe, jo ſcheint es aus einer hellen, wäſſrigen Flüſſigkeit, und. einer unzähligen Menge kleiner rother Kügel- dien zu beſtehen, welche in jener ſhwimmen. In vem weißen Blute der Inſecten und Gewürme be- merkt man dieſe rothen Kügelchen niht. Läßt man das friſch gelaſſene Blut. eine Zeitlang ruhig an der Zuft fiehen, ſo verliert es ſeinen flüſſigen Zuſtand, gerinnt zu einer gallertartigen Maſſe, und ſcheidet ſich nun in zwei Theile, wovon der eine eine gelb- liche Flüſſigkeit, der andere eine zuſammenhängende rothe Maſſe darſtellt, welche in dieſer Flüſſigkeit ſc<wimmt 3 jene heißt das Blutwaſſer(Serum), dieſe der Blutfuchen(Insula, cruor).

Das Blutwaſſer iF eine etwas ſchleimige, mehr oder minder röthlich gefärbte Flüſſigkeit, welche einen ſchwach ſalzigen Geſchmac> befikt, und ein Drittheil, höchſtens die Hälfte des Bluts ausmadht. Es beſteht größtentheils aus Gallerte und Eyweiße- ſtoff, enthält aber außerdem noch etwas Natrum.

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