II
oben um das ſich bildende Mügchen feſt, reißen ſich unten los, und erſcheinen nun als das haarige Gewebe, welches die junge Kapſel bedeckt,"Anders verhält es ſich mit einer ſehr kleinen Art dieſer Gat- tung= dem Polytrichum minimum=< die ich erſt fürzlich in der hie- ſigen Gegend entdeckte, und die ſich in Hinſicht der Bildung ihrer Müße von allen mir befannten MooLarten unterſcheidet. Bey ihr ſteigt erſt die junge Frucht= wie bey den übrigen Polytrichis-- in der Geſtalt eines langen kegelförmigen Körpers in die Höhe; die Pa- raphyſen aber reißen ſich dann unten nicht los, ſondern bleiben, ver- möge der, an ihren unteren Enden befindlichen Widerhaken im Moos- folche hängen, und die junge Kapfel durchbricht den oberen Theil der Muße; ragt unter dieſen Umſtänden eine geraume Zeit über ihr her- vor, bis denn endlich bey zunehmender Reife der Kapſel, die Müße, welche den unteren Theil der Borſte umhüllte, der Länge nach auf- reißt, und ſich von jihrem Standpuncte ablöſt.= Bey den Ortho- trichis(findet man. die Spißen der Haare auf der Müße nach obett gefehrt; die feinen Saftfäden foinmen bey dieſer, und noh einigen anderen Gattungen nicht aus dem Movskelche, wie bey den Poly- trichis., ſondern aus der Hülle des Eierſtocks(Perisporangium) ſelbſt hervor, und bleiben nun, wenn dieſe bey der heranſchwellenden Frucht in die Höhe getrieben wird, in ihrer natürlichen Stellung.
Die Borſte,(der untere Theil der Moosfrucht) auf der die Kapſel ruht, und durch welche dieſer die nöthige Nahrung zugeführt nird/ fehlt keinem Mooſe/ wenn'man ſie gleich bey einigen nur durch Hülfe: des Vergrößerungsglaſes ſehen kann; dagegen übertrifft ſie bey andern, z. B. der Meesia longiseta, dem Splachnum luteum etc; die Größe: des Stengels um 8 bis xomal. Jm Anfange iſt ſi ſie grün,
B 2


