fahrungs3fäge zu erwarten. Ueberhaupt wird einer vollſtändigen Phy- ſcologie der Laub- Mooſe jet noch manches im Wege ſiehn; theils, da unſere neueren Phyſiologen ſogar über den wichtigen Punct der Befruchtungsart der Mooſe noch in Streitigkeiten verwickelt ſind, und theils, da dieſe jezt ſchon reichhaltige Familie noch immer an neuen Arten gewinnt, und daher auch noch manches zu dieſem Ka- pitel wird nachzutragen ſeyn.
Vor allem wirft ſich uns die Frage auf: was wir unter einem Laub- Moofe verſtehn; und durch welche Merkmale wir es in der fo genau zuſammengreifenden Kette der Naturkörper erkennen?
Schwerlich dürfte jeht noc< die Linneiſche Definition*): hinrei- hend ſeyn, da uns Hedwig über die Geſchlechtstheile der Mooſe eines beſſeren belehrt hat: wir mäſſen ſie daher mit dieſem für cryptoga- miſche Gewächſe erklären, die ihre Saamen in geſtielten Behöltern magen, die im Anfange mit einer Müße und einem Deckel verſchn find, und in der Quere aufſpringen. Zu der Eigenthümlichkeit dieſer Gewächſe könnte man noch ihre ſtielloſen Blätter und das Vermögen rechnen, faſt auf jedem Theile des Stammes und der Aeſte Wur- zeln zu ſchlagen. j
Betrachten wir den intneren- Bau der Laub- Mooſe, ſo finden wir ihn ſehr einfach; nach den neueſten Beobachtungen unſerer Pflanzen- phyſiologen beſtehen ſie ganz aus Zellengewebe: ſelbſt in den feſterett
Theilen, wie iin Stengel, den Aeſten, und den Blattrippen hat wan|
bey der ſtärkſten Vergrößerung nur gedrängte Büſchel von geſtreckten Ireen mm
2) Lännaei phrtosopia bot. 31763. Pa8- 41,„Musci, his Anthera absque fßlamento, 1emota a fore femineo: destituto pistillo: 3emina
./% vero propria tunioa cotyledonibusque carent.“*


