Teil eines Werkes 
2,2 (1811) Besondere Pflanzenkunde
Entstehung
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II. Hippüris, Tannenwedel.(Monandria monvgynia LL.)

1) H. vulgaris, gemeiner Tannenwedeſl, Waſſerthännel.(Mare'stail Ang].) Die Wurzel beſteht aus langen, weißen Faſern, welche quitlfsr- mig um den Stengel ſtehen z der Stengel iſt völlig einfach, walzenförmig, und aus einer Menge kleiner Glieder zuſammengeſeßtz er wird einen bis 2 Fuß hoch, und iſt gewöhnlich an ſeiner unteren Hälfte im Waſſer oder in dem ſehr lockeren, ſchwammigen Boden verſenkt, und nur am oberen Theile mit Blättern verſehen z dieſe ſtehen quirlförmig zu 8 bis 10'beiſam- men, ſind ſehr ſc<mal, gleichbreit- ſpizig, ganzrandigy glatt, und ungefähr x bis 1 Zoll lang. Die ſehr kleinen Blüthen ſizen ungeſtielt in den Winkeln dex Blätter.

- In Gräben und Teichen, die einen ſchlammigen, humoſen Grund haben, iſt dieſe Pflanze gewöhnlich nicht ſelten;' ſie kommt aber. auch an ausgetrockneten Plätzen auf ſehr humoſem Boden vor. Ihre Blüthen erſcheinen im Mai und Juni. 2.

I<h führe ſie hier mit auf, weil ſie als Merkmaal des reihen Modergehalts eines Pfuhls oder Grabens angeſehet) werden kann 3 außer der Vermehrung dieſes Schlammes hat ſie wohl wenigen Nußken, da ſie höch- ſtens von den Ziegen, und einigen wilden Waſſer- vögeln gefreſſen, von unſern übrigen Hausthieren gber verſchmähet wird.

Crome's Handb, Il. 2, 2