Teil eines Werkes 
1 (1810) Einleitung in die gesammte Naturgeschichte. Allgemeine Pflanzenkunde
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen

16<a ewe

Von den anorganiſchen'Naturkörpern unterſcheiden ſie ſich; außer der künftlichen Bauart'ihres Körpers, no< durch das Vermögen"andere ihnen'-ähnliche Naturkörper wieder hervorzubringen, oder ſich fortzu- pflanzen, und durch eine beſtimmte Dauer ihres gan- zen vegetabiliſchen Lebens, ſo" wie. der einzelnen Ver- richtungen ihres Lebens: Dieſe große Reihe; von»Na»- turförpern netinen wir Vegetabilien; Pflanzen, oder Gewächſe, und die" Sphäre oder das Reich, worin wir fie insgeſammt zuſammenfaſſen, dasP fla'n- zenreich, oder Gewächsreich.

[PY 2: 24

Wir'bömerken ferner am den Gewächſen, daß ſie an ihrem» Wohnorte feſtgeheftet: und nicht vermögend find, dieſen Wohnplaß, welchen ihnen die Natur an- wies, willkührlich zu verändern: Verändern ſie ihre Stelle) wie dieſes bisweilen bei den Waſſerlinſen und mehreren andern Waſſergewächſen der Fall iſt, ſo ent- ſteht dieſe Fortbewegung durc< andeve'auf. ſie einwir- fende Umſtände, 37 B. den Wind, Wellen, Thiere 2.3 ihre Ortsveränderung kommt alſo ihnen ſelbſt nicht zu, ſondern wird durch jene hervorgebracht. Eben ſo ſchei- nen auch einige Bewegungen einzelnev Theile der Pflanzenkörper nicht: wiükührliche Bewegungen, ſon- dern blos Aeußerungen ihrer Vegetationsfraft/ hev- vorgebrächt durch äußere auf ſie einwirkende Reiße, zu ſeyn. Die mehrſten Pflanzen leben auf der Erde, und in der die Erdoberfläche ymgebenden Luft 5 viele