Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
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kochen, thut das Zeug hinein, und.läßt es die Nacht hindurch darinnen; am andern Tage nimmt man Campecheholz und Zeug heraus, erwärmt das Bad, und ldſt ein Drittheil von folgen-

der Compoſition darin aufs; ; QuentHhen Gran

Eiſenrinde 2 6 Schwefelſaures Ciſen 4 36 Grünſpan I 3 Gemeiner Gummi o 67%

7 Wenn das Bad warm iſt, thut man das Zeug hinein,

Drey Stunden ſpäter thut man das zweyte Drittheil der Compoſition hinzu, und bearbeitet das Zeug weiter, und wie? der nach drey Stunden gießt man den Reſt nach, und läßt es ſechs Mal ſtark aufwallen, den andern Tag wäſcht man das Zeug aus,

Wenn man bis zur Rothgluth kalzinirten Vitriol, ſtatt des grünen, anwendet, ſo erhält man eine viel größere Wirkung, und das Schwarz wird unendlich ſchöner,

Die Verfahrungsarten, deren man ſich zum Auftragen des Färbeſtoffs auf die Seide bedient, ſind weſentlich von denen, die man bey der Wolle anwendet, verſchieden,

Die dunkelblauen Färben, zum Beyſpiel, kdnnen nicht auf der blauen Indigoküpe bereitet werden, weil man nie, dahin ge- langt, dieſer Farbe Fülle genug zu geben,

Um alſo das Türkiſchblau zu erhalten, welches das vollſte von. allen iſt, thut man die Seide in ein ſehr ſtarkes Bad von recht warmer Kräuterorſeille, und zieht ſie ſodann durch die Küpe.

Bey dem feinen Blau, welches eben ſo dunkel und eben ſo ſolid iſt, als das Rönigsblau, nimmt man Cochenille ſtatt der Orſeille,

Noch macht man eine Nachahmung des Kdnigblau's, indem man ſogleich die Seide in eine Aufldſung von einer Unze Grünz- ſpan auf jedes Pfund Seide thur, und ſie ſodann auf ein Bad von Indiſchem Holze einweicht, wo ſie eine nicht ſehr ſolide blaue Farbe annimmr. Man macht ſie feſter, indem man ſie durch die Küpe gehen läßt.

Die Seide, wel<he man blau färben will, wird gewdhnlich in einem Bade gekocht, welches aus 35 bis 40 Pfund Seife auf 100 Pfund Seide beſteht; ſie wird ſorgfältig gewaſchen. Man bringt fie in Strähnen auf Winden, und taucht dieſe in die Küpe, wo man ſie bearbeitet, bis ſie die'Farbe, die man haben will, zeiget, Dann dreht man ſie'mit'den Händen aus, hängt fie n

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