Teil eines Werkes 
1 (1808) welcher den dritten und vierten Theil des Originals enthält
Entstehung
Seite
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Qualität in'Rükſicht der ſchwefelſauren Salze, die alsdann geneigter ſind, in der Säure aufgeldſt zu bleiben.

Was in dem Ofen bleibt, ſind, wenn der Verbrennungs? proceß gehdrig vor ſich gegangen, nichts als weiße Kruſten, welche fäſt gänz aus ſchwefelſaurem Rali beſtehen. Iſt die Verbrennung aber ſchlecht erfolgt, ſo ſind die Kruſten bräun* lich,"ſo ijt noch viel Schwefel in Natura in ihuen zu unter? ſcheiden, und man bringt ſie dann wieder auf den Heerd, um ſie mit Hülfe einer neuen Miſchung vollſtändig zu trennen.

Die Säure, die aus den Kammern kommt ,. oder in der Sprache der Fabrikanten, die Cultur aus den Bammern, fann nicht zu allem gebraucht werden, weil es keinen Judigo auflödſet, und ſalpeier- und ſalzſaure Salze nicht ohne Hülfe der Wärme zerſeßzt; aber in dieſem erſten Zuſtande kann man es dazu an? wenden, Eiſen und Zink, Behuſs der Fabrikation ſchwefelſaurer Saize' aufzuldſen, um Leinewand, bevor ſie gegründet werden ſoll, vom Shmuß zu reinigen und auszulaugen, in einem Worte zu jedem Gebrauch, den man vom Vitriold!,/ wenn man es durch Hinzuthunug von Waſſer bis unter 45 Grad nach dem Baumeſchen' Areometer g?bracht hat, machen kann,

Um die Concentration der Schwefelſäure zu bewirken, bes dient man ſich gewdhnlich gläſerner Retorren,'im Sändbade; aber ich habe eine Methode angenommen, die mir immer ſchnel- lerzum Zvede zu führen, und ökonomiſcher ſchien. I< bringe nämlich das Waſſew aus den Kammern in großen Bleykeſſein bis auf 69 Grad, ünd-beendige daun die Concentration in ſteiner- nen;Retorten, die ich in Galeerendſen dem bloßen Feuer ausſeßze,

Wenn die Säure den gehdrigen Punkt ihrer Concentration erreicht hat/ muß ſie 66 Grad zeigen, und weiß., wie Waſſer ſeyn. Wenn ſie nicht ſo weit concentrirt iſt, behält ſie einige Ytome von Salpeterſäure übrig, die Indigo in ſeiner Aufldſung grün färben, und kann alſo zu dieſem Behuf nicht angewendet werden.

Sind alle Operationen mit Sachkenntniß geſchehen, ſo'er- hält man an concentrirter Säure, wenigſtens das Doppelte des Gewichts von dem gebrauchten Schwefel,

Man fährt in einigen Gegenden von Deutſchland noch im- mer fort, durch Deſtillation von ſchwefelſaurem Ciſen, Vitrioldl zu fabriciren; zu dieſem Endzwe>-, wie wir bereits bemerkt haz ben, fängt man damit an, das ſchwefelſaure Salz zu kalzini- ren und deſtillirt e8-es.dann in ſteinernen Retorten; es ergibt ſich hieraus 3) ein wenig ſchweflichtes Gas; 2) SiavEBugE;

3) eine