Teil eines Werkes 
1 (1801) Bemeeerkinger om det engelske Landbrug
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ſchied in den Kornpreiſen. Man gab für eine Tonne Ha- fer in Sachſen und dem Hannöverſchen 5 r. und darüber, ja er war an einigen Stellen ſo theuer, wie der Weitzen, und dieſes zu einer Zeit, als der Preis des Hafers in'den Häfen an der Oſtſee unter 2 r. ſtand. In Polen giebt es manche unbebaute Landſtrecken, welche bloſs zur Grä- fung gebraucht werden, und eben ſo in Ungarn, weil es dort'keinen Markt und Abſatz giebt. Von den Inconve- nienzen beym Verſenden der Waaren durch Zollſtädte im Lande will ich ſchweigen.

Auſzer dieſen erwähnten Vortheilen, gute Tatil ſen und Kanäle zu haben, nützt England auch noch den, überall eine Menge volkreiche Landftädte und Seehäfen zu haben.

Ein Landmann in England iſt keinesweges gebunden, wie es der Fall in andern Ländern iſt, ſeine Kornwaaren in einer beſtimmten Landſtadt abzuſetzen, und ſie für den Preis zu verkaufen, den der Kaufmann zu ſetzen beliebt. Der enoliſche Landmann hat in einer Entfernung von zwey Meilen um ſeinem Hofe herum mehrere Landſtädte, welche er nach ſeinem Gefallen an beſtimmten Marktta- gen der Woche beſacht, und die er dann von Käufern und Verkäufern angefüllt findet. An den feſtgeſetzten Markttagen finden ſich dort die engliſchen Landleute zu Pfeide oder in der Kabriole ein. Am Mittage verſamim- len fie ſich auf dem Markte, wo es oft zur Bequemlich- keit der Handelnden bedeckte Gänge giebt, oder fie ver- ſammlen fich auch in die gröſfste Herberge der Stadt. Der Landmann bat eine kleine Probe von der Sorte Korn, welche er verkaufen will, bey ſich und zeigt ſie dem ihm aufſtoſgenden Kaufmanne, Branteweinsbrenner und Mül- ler vor. Werden ſie des Kaufs einig, ſo nimmt der Kauf- mann die Probe zu fich, ſchreibt in ſein Taſchenbuch des Landmanns Namen, den Preis, worüber ſie einig gewor- den, und den Tag, wann und wo das KornbudUSferr werden ſoll. Zur Sicherheit, daſs der Landmann das

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