Teil eines Werkes 
1 (1801) Bemeeerkinger om det engelske Landbrug
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Groſsbritanniens beſondere Vortheile zur Auf- nahme des Ackerbaues.

Wir haben bereits in dem vorhergehenden Kapitel gezeigt, daſs in England beſtändig eine gemäſsigte Luft herrſcht, welche den Pflanzen beſonders zuträglich iſt. Keine brennende Sonnenhitze dürret den Boden im Som- mer aus, und keine ſtrenge Kälte oder Nachtfroſt tödtet die junge Pflanze in ſeinem erſten Emporſchieſsen. Eng= lands Sommer find kälter und feuchter, deſſen Winter da- gegen milder und gelinder als unſere. Dieſes iſt Jauch ohne Zweifel die Urſache, woher das Gras in England ein friſcheres und ſchöneres Anſehen als in andern Län- dern hat, welches einen ſo angenehmen Eindruck auf fremde Reiſende verurſacht.

Es iſt nicht deſſen Klima, keinesweges auch nicht deſſen Erdboden, denen England ſeinen ſo glücklichen Ackerbau zu verdanken hat.

Der Boden iſt in England, wie in jedem andern Lan- de, ſehr verſchieden. Längs gewiſſen Ufern giebt es vortreffliche fette Marſchgegenden, wie an den Ufern Tees- Water in der Grafſchaft Lincoln, in Kent bey Majdſtöne, wo Hammel und Ochſen bloſs auf dem Graſe zu einer unglaublichen Fettigkeit und Schwere gebracht werden. Auf der andern Seite giebt es ebenfalls viele unfruchtbare Gegenden in England, und zwar alle Stuf- fen durch bis zum reinen Flugſande, welcher Landſtraſsen und Kornacker überdeckt, den Lauf der Flüſſe hemmt, und fich. ganzer Höfe und Dörfer bemächtigt. Eine ſol- che Strecke von Flugſande habe ich am Fluſſe little Ouſe, an. der Gränze von Suffolk und Norfolk angetroffen,

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