Teil eines Werkes 
1 (1801) Bemeeerkinger om det engelske Landbrug
Entstehung
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One hinlängliche Kenntniſs von dem Klima eines Landes kann ein auswärtiger Landmann fich keinen rich- tigen Begriff von dem Ackerbau eines fremden Landes machen. Es(toſzen ihm unterm Leſen manche Sonder- barkeiten und Abweichungen von der Bauart ſeines eige- nen Landes auf, wovou er ſich keinen vernünftigen Grund anzugeben weiſs, unddie in ſeinem eigenen Lande nicht wohl angebracht ſeyn mögten, welche ſich aber einzig und allein von dem, dem Lande eigenthümlichen Klima erklären laſſen.

Es iſt nicht genug, das Klima eines Orts geogra phiſch zu kennen, weil fich zur Beſtimmung der Wärme oder des Klima aufser dem Einfluſſe der Sonne noch ſo manche Nebenurſachen vereinigen, welche wichtige Ver- änderungen in der Temperatur der Luft hervorbringen: zum Beyſpiel die im Dunftkreiſe vorgehenden Verbin- dungen und Auflöfängen, die Ausdünſtungen des Bodens, Richtung der Winde, Mittheilung einer fremden Tempe- ratur. Wie oft wird nicht die regelmäſsige Temperatur eines Landes darch örtliche Umſtände verändert, durch die Höhe deſſelben, durch die Entfernung vom Meere, durch die Nähe groſser Landſtrecken von anderer Beſchaf- fenheit, durch naheliegende Seen, Berge uud Höl- zungen.

England liegt zwiſchen dem 45- und 5oſten Grade nördlicher Breite, und iſt mehr eben als bergigt, doch nicht ſo flach als Dännemark, beſonders die Inſeln See. land und Fühnen. Es hat manche Anhöhen, aber nur wenige Berge. In Schorland giebt es beydes, mehrere und auch böhere Berge, als in England. Obgleich Schot»