Teil eines Werkes 
1 (1804) Die allgemeine Einleitung zur Kurmark, die Altmark und Prignitz enthaltend / von F.W.A. Bratring
Entstehung
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Gewäſſer,

ben, bei Düſedow die Schildtorf auf, und vereinigt ſich, in der Seggewieſe, unterhalb Oſterburg, mit der Bieſe.=- Die übrigen mit dem Aland, der Bieſe- und Milde in Verbindung ſtehenden Ge- wäſſer z. B. die Beverlake, oder der Seegraben, der Schiffgraben, die Wäſſerung» die Kohſitte, der Balſam, ſämmtlich im Arneburgiſchen und Seehauſenſchen Kreiſe; der Lauſe- bach, die Weterik, der Reinbach, Goldbach und der Augraben im Tangermündeſchen, Salz- wedelſchen und Arendſeeſchen Kreiſe ſind völlig unbedeutende Bäche.

Die Zehre entſpringt unter dem Namen Hammey zwiſchen Book und Kleinow im Arendſeeſchen Kreiſe, geht bei dem Dorfe Zehren vorbei- durch den Geeriſchen See, vereinigt ſich an der Lüneburgiſchen Grenze mit dem Schaugraben, und fällt bei Meißkau, im Herzogthum Lüneburg, unter dem Na- men Euge, in die Elbe. Sie iſt weder flöß- noch ſchiffbar.;

Die Jeetze oder Jeze entſteht zwiſchen Ferchau und Steimke, im Salzwedelſchen Kreiſe auf

der ſogenannten Kohlſtätte, vereinigt ſich bei Beetzendorf mit der Hunte oder Zun-

der, trennt die Alt- und Neuſtadt Salzwedel, nimmt in- den Wieſen dieſer Stadt öſtlich die Binde und weſtlich die, von dem Molmfke- oder Wolmke-Bach ſchon vergrößerte,'

Dumme auf, ſirömt im Lüneburgiſchen bei Wuſtrow, Lüchow und Danneberg vorbei, und

vereinigt ſich bei Hißacker mit der Elbe. Von Salzwedel an iſt ſie ſchiffbar, und machte

dieſe Stadt im 13ten und 14ten Jahrhundert zu einem berühmten Handelsort. Der han- ſeatiſche Bund fiel, mit ihm der Handel, und die Jeeße ward nicht mehr geräumt.=-

Die Ohre durchſtrömt nur einen Theil der Altmark. Sie entſpringt im Lüneburgiſchen Dorfe Ohrdorf, macht anfänglich die natürliche Grenze der Kurmark, ward bei der Urbarmachung dieſer Gegenden in einem graden Strom durch den Drömling gefährt, nimmt bei Wiegeliß den Mühlenbach auf, fließt auf Neuhaldensleben im Magdeburgiſchen und ſtrömt über Wollmirſtedt und Rogäß in die Elbe. Vom Drömling an iſt ſie zum Transport des Kof- turholzes nach Schönebeck flsß- und ſchiffbar gemacht worden.

Folgende kleine Flüſſe fließen durch die Alvenslebenſchen und Schenfiſchen Gerichte und verbit- den ſich mit der Ohre und Aller: die Teuternigt, Wampfe, Spaße, Bilſe, Bever und der Mühlenbach, und ſind ſämmtlich unbedeutend.

b. Auf der Oſtzund Nor d-Oſtſeite oder inder Prign verbinden ſich mit der Elbe folgende Flüſſe.

Die Elde, eigentlich ein. Mecklenburgiſcher Fluß, fommt aus dem Plauerſee, berührt bei dem Dorfe Krieniß zuerſt die Mark Brandenburg, macht alsdann die natürliche Grenze zwiſchen Mecklenburg und der Prigniß, tritt bei Eldenburg hinein, und nimmt die Löckeniß auf, macht darauf wieder die Grenze bis an den Garker See, und fällt bei Dömiß, im Mecklen- burgiſchen, in die Elbe. Die Neue Elde im Herzogthum Mecklenburg gehört nicht hier- her. Die Flöſſerei auf"der Elde iſt wegen der vielen Mühlen ſehr beſchwerlich.

Die>eniß entſpringt im Mecklenburgiſchen- tritt bei dem Dorfe Streſow in die Prignis, macht von

dort bis an die Silge die natürliche Grenze zwiſchen dem Perlebergiſchen und Lenzenſchen Kreiſe,

nimmt bei Lanz den Namens Die Fahrt an, geht bei Lenzen durch den See, und fällt bei See- dorf in einen Arm der Elde. Iſt wegen der vielen Mühlen und Krümmungen nicht ſchiſſbar zu machen.