(€. 5 83
Kartoffeln waren von Unkraut frei, und gaben eine„mehlichte geſunde Speiſe bei doppelten Ertrag, Mohrrüben, Kohlrüben, Wurzelfrüchte aller Art'wur- den nicht nur bedeutend größer, ſondern blieben auch vom Erdfloh und deſſen nachtheiligem Zernagen ver? ſchont. Das Gewächs oder die Vegetation war ſo üppig, daß die zu diFſtehenden herausgezogen werden mußten.
Von Küchengewächſen aller Art darf iM aus eigener Überzeugung ſprechen. Auf gut gedüngtem Boden wandte im no< überdem aufgeldſte Urate an. Weiß- und Blumenkohl, wie Kohlrabi und Un- terfohlfabi, zeichneten ſich vor den andern auf gleichem Beete ſtehenden Gewächſen dieſer Art durch größere Blätter und Köpfe, wie Früchte, aus*).
Bei Obſt und wilden Bäumen fand man das Begießen mit dem aufgeldſten Dungpulver auf Wachsthum und Frucht vorzüglih. Nur mit flei- 'nen aus den Kern gezogenen Orangerie- Bäumchen
*) Erwähnte Schrift des v- Hazzi ſagt von der Steinfohlen- wie Torfaſche zur Bedungung der Gartenfrüchte, Seite 58: „„Dieſe Aſchen zeigen ungemein große Wirkungen auf Rü- benfeldern. Sekt man Tauben- oder Hühnermiſt hinzu, ſo giebt es Knoblauch, Zwiebeln, Charlotten von ganz beſon- derer Qualität.“(Das Urate oder Harnpulver iſt Hinſichts ſeiner treibenden Kraft dem Federvieh= Dung vollkommen
gleich.)


