M.
Der Gerichtsmann, mit ſeinen weißen Haaren, als alter erfahrner Landmann, beſtätigte meine An- gabe, daß auf den Morgen Landes, wenn es recht gedüngt ſeyn ſoll, zehn große feſt geladene vierſpän- nige Fuhren gut gefaulten Miſtes nöthig wären. Auf zwanzig Morgen kämen demna< 200 Fuh- ren Dung. Wer von Euch macht die nach Ver- hältniß der Angabe? Wahr iſt's, wenn ihr nicht Kiehn-Nadeln, Moos, u. ſ. w. die auc nicht län- ger als ein bis zwei Jahr nachhalten, ſondern Stroh einſtreuet, hält Euch euer Dung drei und vier Jahr nach, und bauet ihr Klee dazwiſchen, der. durc<s Umpflögen einen Nachdung giebt, aufs höchſte auch ſehs und ſieben Jahr.
erfahrne Prediger Herr G. H. Schee zu Schartau, Herausgeber der Landwirthſchaftlichen Zeitung 2c., in ſeinem„Lehrbuch des Aterbaues und der Viehzucht“ Halle bei Jemmerde und Schwetſchke, 1815/ Seite 109. Der Preis dieſes Buches it 5 Gr. Von Oconomen mir empfohlen, empfehle ich dieſe kleine und doch ſo gehaltreiche und faßliche Schrift jedem Land= und Bauersmann, dem ſie noch nicht befaunt ſeyn ſollte, denn ſie verdient in Aller Hand zu ſeyn,
Ferner in Thaer's Grundſäße des rationellen A>erbaues, Theil 1, Seite 233= 284z
und im ſchon angeführten Herrmann's Catechiömus, Seite 147=- 152, die 176ſte Frage: Wie berechnet man den Dünger-Gewinn nach der
Kopfzahl des Viehes?


