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Die Krankheiten der landwirtschaftl. Kulturpflanzen und ihre Bekämpfung : Leitfaden für praktische und studierende Landwirte / von E. Riehm
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178 Spezieller Teil.

heit des Tabaks nachgewieſen, daß ſie infektiv8 iſt, ohne daß man-

einen KrankheitSerreger hätte ermitteln können. Beim Tabak iſt eine Übertragung von Pflanze zu Pflanze beſönder8 beim Köpfen und Geizen möglich; deShalb verbrenne man erkrankte Pflanzen ſo- fort. Verwendung von Samen geſunder Pflanzen und Fruchtwechſel 'ſind unbedingt erforderlich.

Gopfen.

Der Sopfenmehltau.(Sphaerotheca humuli[D.C.] Burr.)

Auf allen grünen Teilen der Hopfenpflanzen bildet dex Mehl- tau weiße feine, ſpäter dichte feſte Überzüge, in denen man mit bloßem Auge kleine ſ<warze Punkte, die Perithezien des Pilzes, er- kennt. Unter dem Mitkroſkop erkennt man in dem weißen Belag die Sommerſporen des Mehltaupilze8, die in Ketten abgeſchnürt

' werden; die Perithezien ſind geſchloſſene, braune, kugelſörmige Ge-

häuſe, die braune, unverzweigte Anhängſel beſigen. In jedem Perithezium befindet ſich ein einziger farbloſer Schlauch(Aſcus) mit 8 Sporen. Die Perithezien ſind durch ihre die Wandung gegen WitterungSunbilden geſchüßt; ſie überwintern und ihre im Frühjahr frei werdenden Sporen rufen eine Infektion hervor. Im Sommer wird der Mehltau durch die farbloſen, ſchnell keimenden Sommer- jporen verbreitet. Zur Bekämpfung des Hopfenmehltaue8, der übrigens außer auf Hopfen auch auf zahlreichen anderen Pflanzen auftritt, empfiehlt es ſich Schwefelblüte zu verſtäuben. Man be- dient ſich hierzu eines Handſchwefler8 oder Rückenſchwefler8, wie ihn

3. B. die Firmen Holder, Meßingen(Württemberg) oder Plaß, Ludwigs8hafen liefern.

Der Sopfenrußtau.(Capnodium galicinum Mtgn.) In heißen Sommern kann der Rußtau desHopfens8 etwa im

Juli recht läſtig werden. Die Krankheit äußert ſich, wie ſchon der

Name zeigt, in ſchwarzen rußartigen Überzügen. Das Auftreten des Pilzes wird durch die zuckerhaltigen Ausſcheidungen, der Blatt-

läuſe ſehr gefördert. Auf dem ſüßen klebrigen Belag findet der

Pilz einen Nährboden, der ihn zu üppigſter Entwieklung kommen läßt. Auf die mannigfachen Fortpflanzungs8arten des Pilze3 ſoll

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