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Die Krankheiten der landwirtschaftl. Kulturpflanzen und ihre Bekämpfung : Leitfaden für praktische und studierende Landwirte / von E. Riehm
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E! Allgemeiner Teil.

Juſtrumente noc< nicht ein Studium der kleinſten Lebeweſen ge- ſtatteten. Exſt nachdem man erkannt hatte, daß krankheit8erregende Pilze und Bakterien nicht aus Nebel oder aus faulenden Pflanzen- teilen entſtehen können, ſondern daß alle Lebeweſen wieder aus Lebeweſen hervorgehen, und nachdem man die Entwicklung der ein- zelnen Krankheitserreger eingehend ſtudiert hatte, war e8 möglich, viele Pflanzenkrankheiten in ihrer Urſache richtig zu erkennen.

Neben den zahlreichen paraſitären Pflanzenkrankheiten, die durch Bakterien, Pilze, Inſekten oder andere tieriſj<e Schädlinge hervor- gerufen werden, gibt e8 no< eine große Anzahl von Krankheiten, die dur; ungünſtige Boden- oder Düngungsverhältniſſe, durch Witterungsunbilden oder Einflüſſe giftiger Gaſe entſtehen.

Die Urſache einer Krankheit feſtzuſtellen iſt nicht immer leicht, handelt es ſich doch in den meiſten Fällen nicht um ein einzelnes Moment jondern um einen ganzen Komplex von Bedingungen, durch die das Auftreten einer Krankheit zu erklären iſt. Wenn man z. B. an fußkranken Getreidepflanzen unten. am Halm mikroſkopiſch feine Pilzfäden und Pilzfruchtkörper nachweiſen kann, ſo iſt damit noch nicht geſagt, daß diejer Pilz die Urſache der Krankheit iſt. Erſt wenn man durch künſtliche Übertragung des Pilzes auf geſunde Pflanzen an dieſen Pflanzen dasſelbe Krankheit8bild hervorrufen kann, iſt man berechtigt, den Pilz als Erreger der Krankheit zu bezeichnen. Bei dieſen Jufektion8verſuchen zeigt ſich dann ſehr häufig, daß der betreffende Pilz die Pflanze nur in einem ganz beſtimmten Entwicklungsſtadium infizieren kann, daß er vielleicht nur in Keimpflanzen eindringt oder daß er nur ſolche Pflanzen befällt, die kleine Verlezungen aufweiſen oder durch Froſt, Dürre oder andere Umſtände geſchwächt ſind. Eine Aufklärung aller dieſer Momente iſt notwendig, wenn man das Auftreten einer Krankheit richtig verſtehen und Maßregeln gegen die Krankheit ergreifen will. Sehr häufig wird die Feſtſtellung der Krankheitsurſache dadurch erſ<wert, daß ſi< auf Pflanzen oder Pflanzenteilen, die durch mechaniſche Verletzung oder nichtparaſitäre Einflüſſe abgeſtorben ſind, Pilze oder niedere Tiere anſiedeln, die ſich an den faulenden Pflanzen- teilen ernähren. Man nennt ſolc<e an faulenden Subſtanzen lebenden OrganiSmenSaprophyten. Gewiſſe Pilze können, nachdem ſie ſic auf faulenden Pflanzenteilen ernährt haben, auch auf die noch

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