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=Da ich ſeit einer. langen Neihe von Jahren ſehr viele engliſche Pferde gekannt, geritten, mit vielen engliſchen Voll- blut= und x-Racepferden gezüchtet, ſo vieles darüber gele- ſen und geſammelt hatte, ſo konnte ich ſchon 1817, zum erſtenmal in England eintretend, kein Neuling mehr ſeyn in dieſem Theile meines Faches. Doch geſtehe ich offen, daß ich meine mäßigen Erwartungen. ſehr getäuſcht fand. Ich trat gleichſam nur in einen großen Spiel-Clubb, wo ein- zig und allein der glü&Flich e Würfel die Aufmerkſamkeit der Spieler feſſelt, der unglückliche aber keiner Beache fung werth gehalten wird. Das engliſche Wettrennen iſt das größte Hazardſpiel in der Welt. Nur als ſolches hat es jekt Intereſſe, ſogar nur für die erftern Volksklaſſen dork, jede höhere Tendenz bei der Züchtung des edlen Pferdes iſt ihnen jeßt eine völlig ungekannte Seite. Cbenmaaß, Regel- mäßigfeit im Bau und Gange, Reinheit der Knochen, Ge- wandheit und Schönheit, gehören durchaus nicht mehr zu ihren jeßigen Forderungen. Die höchſte Schnelligkeit allein iſt die erſehnte Eigenſchaff, denn weniger Linien Breite ents« ſcheidet über den Gewinn und Verluſt außerordentlich gro- ßer Summen.
Es ward mir ſchon dazumal wahrlich ſchr ſchwer, noch einige der beſſern Pferde aufzufinden, und ich blieb zu der Ueberzeugung gezwungen? daß jene einzige Nichtung der Engländer bei der Zucht ihrer Vollblutpfer- de, dieſen ganzen Stamm verderben müſſe. Daß ſolches aber von da ab bis jeßt, als ich im Jahre 1826 dieß ſchöne Eiland wieder beſuchte, alſo in nicht vollen 10 Jah-


