Druckschrift 
Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
Seite
325
Einzelbild herunterladen

$.77. Sätligung. 325

wird, augenblicklich zwischen'ihr und der Kohlen- säure zu gleichen Graden der Sättigung(a). In so grolsem nun die Salzsäure wirksam ist, in'ein eben so überschüfsiges Verhältnifswird die Kohlensäure versetzt In diesem Zustand aber ist die Kraft der Kalkerde zu schwach. ihre-Elastieität zu binden, daher entweicht sie, und überläfst der Salzsäure alle Kalkerde, die dann, wie bei(ce), bis

zu jedem Grad der Sättigung mit Säure überladen werden kann,

f),Macht man den Versuch(e) umgekehrt, und trägt allmälig immer mehr Kalkerde in eine bestirmm- te Menge Säure, so ist. die erste Wirkung wie bei (e). Aber die Säure kann auf diesem Wege mit der Grundlage nur bis zueinem l:estimmten Grad der Sättigung gebracht werden, obgleich aus einem an- dern Grund als bei(d). Sobald nämlich die salz- saure Kalkerde zu eben dem Grad der Sättigung gelangt ist,der bei der kohlensauren Kalkerde statt hat, so mufs die chemische Wirkung still stehen, Es kann sich vielleicht eine Quantität kohlensaurer Kalkerde in der Flüssigkeit auflösen, aber sie wird sich ruhig mit-der Flüssigkeit mischen, und die Koh- lensäure die sie enthält kann nicht entweichen, weil sie auf eben dem Grad der Sätiigung bleibt, den sie vor der Mischung hatte,

g) Da alle Verbindungen der Kohlensäure mit den alkalischen Erden, unauflöslich, oder schwerauf-

löslich sind, so kann man die Frage aufwerfen: wie