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Claude Louis Berthollet über die Gesetze der Verwandtschaft in der Chemie / aus dem Französischen übersetzt mit Anmerkungen Zusätzen und einer synthetischen Darstellung von Berthollets Theorie von Ernst Gottfried Fischer, Professor der Mathematik und Physik an dem Berlinisch-Cöllnischen Gymnasium und Ehren-Mitglied der naturforschenden Gesellschaft zu Berlin
Entstehung
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des Grundsatzes,, 23

zwei entgegengesetzte Kräfte ansehen, wel- che, so lange ilıre Wirksamkeit ‚dauert, sich in die Unterlage der Verbindung Var hiltnißs ihrer gesammten Wirksamkeit thei- len, und diese hängt nicht blofs. von der in- nern Stärke ihrer Verwandschaft, sondern ‚auch von-ihrer Quantität ab; so dals eine Veränderung der Quantität auch eine Ver- änderung. im. der Wirkung hervorbringt. Diese zusammengesetzte Wirkung der Ver- wandschaft und der Menge, ist das, was wir oben(1. 5.) die chemische Masse genannt

haben,

ı0. Aus den bisherigen Bemerkungen er- giebt sich die Folgerung, dals die Wirksam- keit eines Stofls auf eine Verbindung in eben dem-Maalse abnimmt, in welchem sich derselbe der Sättigung nähert: denn man kann alsdann diesen Stoff betrachten als zusammengesetzt aus einem Theil der schon zur Sättigung gelangt ist, und einem andern der noch frei ist. Der erste:ist als müssig an- zusehen, der andere-fährt fort auf den Rest der Verbindung zu wirken, nimmt aber ın dem Maalse ab, in welchem die Sättigung

zunimmt: im Gegentheil wächst die Wirk-