= 392=- Erndfe,' angekündigt werden, damit die Farmer Zeit häffen, bey der nächſten Beſtellung des Landes ihre Einrichfungen darnach zu machen.
X. Es würde von großem Nußen ſeyn, wenn man auch für die: Gärfner Prämien ausſeßte, vor: züglich aber in ſchlechten und fheuren Jahren. Gie würden“ dadurch bewogen werden, nicht nur die Qua- lität der Gartfenfrüchte zu verbeſſern, ſondern auch eine größere Menge davon zu. produciren und ſie früher auf- die Märkte zu bringen. Keine Bolks- Claſſe haf ſtärfere Anſprüche auf eine ſolHhe Aufmuns ferung wie die Gärtner. Sie ſind meiſtentheils gut erzogen, Feine Kunſt oder Gewerbe erfodert mehr Zleiß und Aufmerkjamkeit, und gleihwol iſt ihr Ge- winn großenfheils ſo klein, daß nur wenige unter ihnen mehr erwerben, als was ſie zu ihrer GSubjſi2
ſtenz nothwendig brauchen, welches baupfſächlih von den ſiarfen Ausgaben herrühref, die Dieſes Gewerbe in allen Gtücen erfoderf. Man hört oft, daß Gärt- ner im Berlaufe eines Jahres auf eiiiem und demſels ben Boden zwey, drey, oder auch vier verſchiedene Früchte gezogen haben; aber die Ausgaben für Dün- ger, Ausſaat und Arbeitslohn ſind jeßt ſo groß, daß, wenn ſie ſich nicht etwa in beſonders günſtigen La» gen und Verhältniſſen befinden, ſie ſelten im Stande ſind, ihren Familien das geringſte zu bintferlaſſen.
Wir ſollten daher dieſer verdienſtlihen BVolkgs- Claſſe, die uns durch ihre Arbeit die nüßlichſten Gar fenſrüchte und den größten, Genuß verſchafft, eine


