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Johann Christian Bergen's Anleitung zur Viehzucht oder vielmehr zum Futtergewaechsbau und zur Stallfuetterung des Rindviehes / mit Anmerkungen, Berichtigungen und Zusätzen neu herausgegeben von Albrecht Thaer
Entstehung
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28 Zweyter Abſchnitt,

thode, der zufolge ſammtliche Grundſtücke=- die Hözungen und tiefen Wieſen und Sümpfe ausge»- nommen=- nach der neueſten Einrichtung in vierzehn Schläge oder Koppeln getheilet, wovon alljährlich im Wechſel zwey gebraachet, ſechs mit Getraide beſiel- let, und ſechs beweidet werden. Allein wir müßten eben ſo große Felder, eben ſo gute Aec>er, eben ſd wenig Menſchen haben, wenn wir ſie nachahmen wollten.=- Bey einem ſchlechten Boden, und auch bey einem guten in volkreichen Provinzen iſt ſie nicht anwendbar. 7). 61196 Ueberdem iſt die Gemeinheit im Wege. Sämmtliche Weiden pflegen zum Uebermaaß des Unglücks noch mit einer, von der Barbarey unſerer Vor-

*) Dies iſt- zuviel geſagt und beruhet zum Theil auf unvollkommene Vorſtellungen, die ſich der Verf. von der Koppel- oder Wechſelwi- thſchaft macht. Man muß immer bedenken, daß da, wo Koppelwirthſchaft iſt, nun auch alle übrige Weide wegfällt, und daß aller Grund und Boden abwechſelnd zum Ackerbau benutzt werde, der nicht etwa Wieſe oder beſtändi- 9e: Holzzuſchlag iſt. Des Verfaſſers nachmahls em- pfodlnes Syſtem läuft ſelbſt auf Wechſelwirthſchaft, nur mit Stallfütterung verbunden, hinaus. Wenn der Verf. unter einer vierzehnſchlägigen Wirthſchaft nicht einen Umlauf von zweymahl fieben Schlägen verſieht; ſo exiſtirt eine ſolche Wirth ſchaft wohl kaum.