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G. Gazzeri's, Professors der Chemie zu Florenz, Neue Theorie des Düngers und seiner rationellen Anwendung im Landbau; oder auf Versuche gegründeter Beweis, daß nach der gewöhnlichen Art der Anwendung des Düngers im Landbau mehr als die Hälfte seiner düngenden Substanzen verloren geht / im Auszuge mit Anmerkungen und einer Nachschrift herausgegeben von C.F.W. Berg ...
Entstehung
Seite
83
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Es ſſt eine ausgemachte Thatſache, daß" jeder Miſt, welcher der Fermentation unterlegen hat /-nur einige"Hunderttheile- auflöslicher Materie- enthält, während der friſche Miſt bedeutend mehr und von ver» ſchiedener Beſchaffenheit davon enthält; dieſer Friſche Miſt enthält hauptſächlich eine wahrhaft animaliſirte Materie, die für ſehr nahrhaft gehalten wird, ſich aber im fermentirten Miſt nicht mehr vorfindet.

Wenn man überdem noch wohl überlegen will, daß jede Quantität fermentirten Miſtes, wenigſtens eine doppelte Quantität von friſchem Miſt vorſtellt, ſo ſollte man daraus ſchließen, daß die Fermentation, Die man nach der gewöhnlichen Methode dem Dünger widerfahren läßt, wenigſtens die Hälfte der Quantität vernichtet, die thieriſche Materie, verſchwinden macht, und weit davon entfernt. iſt die auflösliche Materie zu vermehren, den Foſtbarſten und wirkſamſten Theil davon verloren macht,

Wenn jemand auf Treu und Glauben ännimmt, daß die Fermentation die Materie des Düngers auflös- lich mache, und daß, um dieſen Zwe zu erreichen; die Fermentation mehrere Monate hindurch verlängere werden müßez; ſo muß er, um mit ſich ſelbſt conſequente zu ſeyn, eben ſo voraus ſeßen, daß,.wenn die Mate«- rie des Miſtes im Anfang der Fermentation auflöslich zu werden beginnt, dieſe Auflöslichkeit erſt vollſtändig