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Kurzer Entwurf der astronomischen Wissenschaften : Mit 7 Kupfertafeln / von J. E. Bode, Astronom und Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin
Entstehung
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C+96- 3

ſcheinung in der Morgendämmerung 2.) diente in dem ehemaligen Weltalter, die Zeit des Jahres und deren gewöhnlichen Witterunsslauf, und damit die darin vorzunehmenden Beſchäftigungen des Acfer- ge der Viehzucht tc. anzüweiſen, und die erſte Vahrnehmung. des Mondes nach dem neuen Lichte digte den Anfang- eines neuen Monats und die Feyer der der Gottheit geheiligten Tage an.

66. Wir wiſſen noch aus der Geſchichte von den ältea Chaldäern, Babyloniern und Aegyptiern ver? ſchiedene Geſtirne herzuleiten. Die erſtern Völker waren beſonders als fleißige Himmelsforſcher berühmt. Sie bewohnten die weiten Ebenen am Perſiſchen Meethuſen, wo der Anblick des ſelten bewölkten ge- ſürnten Himmels vielfältige Gelegenheit darbot, dem Laufe der Geſtirne nachzuſpühren,

67. Die Eintheilung des Thierfreiſes in 12 Zei? ehen hat ein hohes Alterthum, und es iſt no< unver? Zennbar5 daß jene alten Völker bey der Wahl der hHildlichen Vorſtellung, womit ſie den Raum, worin die Sonne einen Monat verweilte, anfüllten, vor- nemlich auf den Stand der Sonne, ſo wie auf das Clima, die Beſchaffenheit der Jahrszeit und Verrich- tungen beym Feldbau und der Viehzucht in derſelben Rückſicht genommen haben*).

s) Hert le Pluche hält die Chaldäer, Herr Dupuis aber die Aegyptier für die Exfindey dey Steynbilder