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Kunst Die Wiesen zu wässern oder vollständige Abhandlung von dem Wasser, wie solches in der Land-Wirthschaft und dem Feldbau nüzlich zu gebrauchen : nebst einigen Abrißen von Wasserleitungen : aus dem Französischen übersezt / M.J. Bertrand
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brauchen ſolle, woferne ſie anderſt den grö- ſten Vorrath möglicher Fütterungen herfür- bringen, ohne daß die Vielheit derſelben ih- rer guten Eigenſchaft ſchaden könne: Hierinn beſtehet die ganze Kunſt und Wiſſenſchaft die OQPRieſen zu wäſſern.

Ueberhaupt iſt es wohl bekannf ,/ daß das IWPaſſer den Wieſen öfters ſehr nüzlich, im Gegentheil aber denſelben ſehr ſchädlich ſeye z es kommt hierinn alles auf die Natur des Landes, des Waſſers und der Art und Weiſe an, wie man ſelbiges anwendet. Alle Pflan? zen haben ein gewiſſes Maaß feuchter Theile von nöthen, wann ſie wachſen, grünen.und zuneh- men ſollen. Das Waſſer ift eigentlim das Mittel, welches die grünend und blühend nahende Theile in ihre Gefäße hineinführet

,d anfeu<mtet»- Das Gras oder die man- Herley Arten der Wieſen-Kräuter, erfordern ebenfals einen guten Ueverfluß deſſelben, weil fonſten die trokene Wieſen, welche kein anders als Regen-Waſſer haben, in den dürren Jah- ren nur wenig Heu herfürbringen, wenn man die Abgabe oder Wachsthum mit den naſſen vder regneriſchen Jahren vergleihet. Die Er- fahrung beweiſet es aum, daß die mit Klug- heit gewäſſerten Wieſen weit mehr einbringen/ als diejenige, welche der Natur ſchlechthin überlaſſen ſind. Es iſt auch eben ſo gewiß/ daß diejenige Wieſen- Gründe eines Landes,

woraufder Regen und Schnee im Hexbſt,/ im Win-