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Einleitung, 5. 9. I
es treibt, einen Namen hat, mit dem man ſich denn wohl, ſtatt des mangelnden, zu be- helfen pflegt. Die Kunſt zu färben, heißt die Tärberey, die Kunſt zu malen Malerey, u. ſ. w. äber wie ſoll die Kunſt heiſſen, Schießpulver, Wein, Stärke, Darmſaiten zu machen? Es iſt ein mislicher Verſuch, neue' Namen nach der Analogie zu machen, um damit die fehlen- den zu ergänzen, Man bemerkt leicht, das bey ſolchen Künſten, deren Arbeit im Teuts ſchen durch ein einziges Zeitwort ausgedrückt werden kan, der Namen« des Künſtlers durch die Endſilbe er, und der Namen der Kunſt durch die Endſylbe ep gebildet werden kan; 3. B. Backen, Bäcker, Bäckerey; Sieden, Sieder, Siederey, Auf gleiche Weiſe entſte- hen, durd) die Zuſammenſeßung, viele Wörz ter; z. B. Bierbrauerey, Buchdruckerey u. d. Oft wird auch dazu das Zeitwort machen an- gewendet 3 z. B. Papiermacher, Strumpfmaz- <er, und dieſe Zuſammenſetzung lieſſe ſich oft anbringen, wenn nur nicht den Wörtern: Pa- piermacherey, Strumpfmacherey u. d. noch etwas verächtliches anklebte. Zuweilen iſt der Namen des Künſtlers von ſeiner Waare abge- leitet worden; z. B. Nadel, Nadler, Boge- ner, Büchſenſchäfter u. d. aber würde man es leyden können, wenn man dieſen Wörtern die Endſylbe ey geben wollte? In ſehr vielen Fäl- len kan man das Wort Runſt, bald zum Zeitworte- bald zum Nenwvorte hinzuſeßen; 3+ E, Lackirkunſt, Apothekerkunſt, Satlerkunſt uU. Dd, aber allemal will ſich auch dieſe Zuſam- menſetzung nicht ſchien.=- Dieſe Unmerz- kung ſcheint vielleiht manchen geringfügig, aud) gebe ich ſie ſelber nicht höher aus; aber Cicero ſchämte ſi) niHt, eben dergleichen zu machen, als er die Philoſophie abhandeln
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