Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
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Ganz anders verhält es ſich aber mit der Frage: Wann geegget werden ſoll; die ſich auf keinen Fall ſo allgemein und ſo leicht beantworten läßt.

Gewöhnlich wird das Eggen entweder unmittelbar vor, oder unmittelbar nach dem AFern, oder bey ſehr zähem und hartnäFXigem Boden, auch wohl zu beyden Zeitpunkten vorgenommen. Einige Neuere indeſſen, unter denen ohne Zweifel Thaer von größtem Ge- wichte iſt, ſind der Meinung, daß das Eggen immer von größter Wirkung ſey, wenn es erſt 2 bis 5 Wochen nach dem Pflügen, oder bey der Brache, zwiſchen zwey Pflugarten in der Mitte geſchieht.

Sicher iſt*s indeſſen, daß in Hinſicht der Zeit des Eggens nicht leicht eine allgemeine Negel ſeſtgeſegtt werden könne, und daß es auf den richtigſten Feuch- tigkeitsgrad des Bodens, je nach ſeiner verſchiedenen Conſtitution, faſt mehr noc wie beym Pflügen an- Fomme, wenn das Eggen von gehöriger Wirkung ſeyn ſoll. Jeder looſe oder doch lo>ere Boden, deſſen Schollen leicht zerfallen, wird allerdings am zwe- mäßigſten nach dem Pflügen ganz unberührt gelaſſen, und erſt nach Verlauf von einigen Wochen geegget. Iſt aber der Boden zähe, oder wohl gar hartnä>ig, und widerſpenſtig, ſo muß unmittelbar nach dem A>ern ſchon deshalb geegget werden, damit nicht etwa der Boden verhärte, und die Egge gar keine Wirkung äußern könne. Das Eggen kann und ſoll jedoch auch auf ſolchem Boden in einigen Wochen wiederhohlt werden, wobey aber ganz beſonders, auf den Feuch- rigkeitszuſtand des A>ers immer die gehörige Rückſicht zu nehmen iſt.

Grundſ. der Feldk, 1 Ih. 15