Nach einjährigem Klee jedoch iſt nur ein einziges Pflügen erforderlich, ja dieſes einem mehrmaligen vorzuziehen. Dieß geſchieht am zwe&>mäßigſten, da der Klee etwa Spanne hoch iſt, beyläufig 5 oder 4 Wochen vor der Getreideſaat, welche dann bloß mit- telſt der Egge, oder des Exſtirpators, ohne allem Pflügen untergebracht wird.
Wenn das Wintergetreide nach Mais, Kopfkohl, Tabak, und andern derley Pflanzen, die erſt ſpät vom Ader kommen, folgen ſoll, ſo kann dazu natür- lich nur einmal, nämlich: bloß zur Saat gepflüget werden. Es ware aber auch ein mehrmaliges Pflügen
überflüßig, weil dieſe Pflanzen ohnehin den Aer vor-*
trefflich für das Getreide vorbereiten.
Wenn eine Wieſe oder Weide in AXerland um- geſtaltet werden ſoll, ſo iſt die Grasnarbe im Herbſte mit einer äußerſt ſeichten aber breiten Furche dergeſtalt umzuwenden; daß ſie mit ihrer bisherigen Oberfläche ganz flach auf dem nunmehr abgeſchälten, Boden aufs- zuliegen komme, und ſolchergeſtalt deſto beſſer und ſicherer über Winter verfaule. Dieß Verfaulen kann auch noch dadurch befördert werden, daß ein ſolcher umgewendeter Raſen mit einer ſchweren Walze tüchtig niedergewalzet, und an den Boden angedrücket wird. Im nächſtfolgenden Frühlinge wird dann eine unvoll- kommene Pflugart zu mittlerer Liefe mit ſehr ſchmalen Furchen gegeben, damit der Boden zwar tief genug gelodert, aber dennoc< der nunmehr in Faulung be- griffene Raſen nicht zu tief vergraben werde. Wenn nun dieſer Naſen nicht von äußerſt zäher Natur iſt, und über Winter gehörig mürbe geworden, ſo kann
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