Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen

erm. 22)==

fläche unſers Bodens. Gewohnlich wird es vom Braunſteinmetall(Manganes) begleitet, mit dem es auch oft verwechſelt wird. Man findet ſie aber bey» de nie in ihrem metalliſchen, oder reguliniſchen, ſon- dern immer im oxpdirten Zuſtande.

Alle Metalle nämlich ſind verbrennlich, d. h. ſie ziehen den Sauerſtoff vermöge ihrer Verwandtſchaft zu demſelben aus dem Sauerſtoffegas der Atmoſphäö- re an ſich, und laſſen den Lichtſtoff frey, der ſich dann mit dem ebenfalls frey gewordenen Wärmeſtoffe des Sauerſtofſegaſes verbindet, und mit dem noch Übrig gebliebenen freyen Wärmeſtioffe den Effekt des Berbrennens8 hervorbringet, Man nennt dieß die Oxydation der Metalle, und ſolche durchaus veränder- te, und ihrer Dehnbarfeit, ihrer Gediegenheit, ihres metalliſchen Glanzes, ihrer eigenthümlichen Farbe, und ihrer übrigen reguliniſchen Eigenſchaften beraubte Metalle nennt man Metalloxyde., Metallroſte, Metal- lochen 3; und nach der ältern Chemie Metallkalke.

Die Grade der Oxydation ſind verſchieden, je nachdem die Metalle nämlich mehr oder weniger Sau- erſtoff an ſich ziehen, und je nachdem, ſie aus eben dieſer Urſache weniger oder mehr vom Lichtſtoffe zu- >behalten. Hat die Oxydation einen ſo hohen Grad erreicht, daß die Metalle ganz mit Sauerſtoff geſät» tigt ſind, und gar keinen Lichtſtaff mehr enthalten, ſo Heißen ſie vollfommene Oxyde, oder ſchlec<htweg Oxy- de,(oxyda) ſind ſie aber nicht völlig mit Sauerſtoff geſättigt, und iſt noch etwas Lichtſtoff zurü>, ſo wer«- den ſie Halboxpde odex Oxydüle(oxydula) genannt.