Teil eines Werkes 
1 (1823)
Entstehung
Seite
6
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1 Kapitel

Von der Agronomie

Einleitung, G. 6

Die zerkrümelnde Kruſte der Oberfläche unſers Weltkörpers, die wir täglich vor Augen haben, und die wir gewöhnlich Erde oder Erdboden nennen, be- ſteht zum größten Theile aus anorganiſchen Subſtan- zen, die theils durch mechaniſche, von den ſeit vielen Jahrtauſenden raſtlos fortwirkenden, allmähligen Na- turrevolutionen verurſachte Zerkleinerungen, theils durch<emiſche in ihrem Innern ſelbſt vorgegangene Zerſetungen gebildet worden, ſo wie ſie auf dieſe Art täglich noch gebildet werden; zum kleinern Theile aber beſteht ſie aus den Überreſten organiſcher Weſen, die durch den Untergang und die Verweſung organiſcher Körper entſtehen. Sie iſt nicht nur der Standort und das allgemeine Nahrungsmagazin aller lebenden We- ſen, die wir Gewächſe oder Vegetabilien nennen, ſon»- dern-ſie iſt auch die Vorbereitungsfabrik und der Zus- führungsfanal dieſer Nahrung für die Pflanzen, ſo da3 meines Grachtens einer der vorzüglichſten neuern öſterr. Schriftſtellern*) ganz recht hat, wenn er ſie in dieſer lekßtern Hinſicht mit dem Magen und Gedär-

*) Negierungsrath Trautmann in oben angeführtem treff? lichen Werke.