Teil eines Werkes 
2 (1823)
Entstehung
Seite
206
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Aber auch gegen Ungezieſer aller, Art iſt allda nicht minder, wie auf dem Felde zu kämpfen. Hie- Hergehören vorzüglich: a.) die Mäuſe und Rat- ten; b.) die Lauben und Sperlinzge; und ce.) die Kornwürmer aller Art; worunter die Wippel oder der rothe Kornwura4a3,( Cureulio fru- mentarius) und der ſchwarze Kornwurm (Cureulio granarius) die größten Verheerungen anzurichten pflegen.

Gegen die Ratten und Mäuſe iſt=-- wie mich die Erfahrung lehrte=- fein beſſeres und ſichereres Mit- tel, als gute, ſtarke, und wohlgenährte Kagzen, denen man freyen Zutritt auf den Kornboden läßt; wogegen durch alle Giftmiſchereyen nie etwas»Weſentliches ausgerichtet, wohl aber ſehr leißt großes Unheil an- gerichtet wird.=- I< ſelbſt weiß ein Beyſpiel, daß in einem Hauſe, wo ſehr viel Getreide lag, die Nat- ten ſich ſo ſehr vermehrten, daß man ſich nicht mehr zu helfen wußte. Man verſuchte Alles, was nur irgend angerathen wurde. Man ſcheute keine Koſten, denn der Schade, den dieſe Thiere machten, war nicht un» bedeutend. Man ſtellte Gift, man ſtellte Fallen auf. Man ließ um theures Geld eigens einen ſogenannten Ratenbanner kommen. Aher Alles war umſonſt, da die Ratten äller angewandten Koſten und Mühe un- geachtet, ſich eher zu vermehren als zu vermindern ſchienen, ſo daß ſie zuleßt ganz zahm wurden, und wie die Hühner bey hellem Tage herumſpazirten, und fich beluſtigten. Endlich erhielt man, zum Glü>, ei- nen großen ſtarkeu Kater, welcher die Ratten dugend- weiſe herfieng-"und dieſelben in kurzer Zeit ſo ſehr