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Eine beſondere Vorzüglichkeit des Roggens iſt es, daß er dem Boden weit weniger Kraſt entzieht, als der Weiten, und daß er durch ſein vieles Stroh, und die dadurch erfolgende Vermehrung des Düngers, dem AFer weit mehr wieder zurü> giebt, als alle an- dere Getreidearten. Auch läßt er ſich mit weit mehr Vortheil als der Weigen, nahe an Wirthſchaftsge- bäuden, oder andern Sammelpläten der Sperlinge und anderer Getreide ſreſſender Vögel, bauen, weil ihm dieſe nicht ſo ſehr nachſtellen, wie dem Weiten.
Den Sommerroggen kann ich in unſerm Klima eben ſo wenig, und vielleicht noch weniger em- pfehlen, als den Sommerweiten, da er nie den Er- trag des Winterroggens giebt, und noch überdieß oft völligem Mißrathen ausgeſeßt it. Er erfordert ein ſehr gut zubereitetes und ſorgfältig gereinigtes Feld, und muß ſo ſrüh beſtellet werden, als möglich, wenn et- was daraus werden ſoll. Auch muß das Feld, worein er geſäet wird, wie beym Sommerweißten, vor Winz2, ters geſtürzt werden. Übrigens iſt deſſen Cultur die nämliche, wie die des Sommerweißens, nut daß man bey der Beſtellung etwas weniger Saamen brauchet.
Der Roggen wird vorzüglich zu gewöhnlichem ordinärem Hausbrode, ſo wie zum Branntweinbren- nen, utid zu Pferdefutter benußt. Mit dem Brannt- weinſchlamm oder Branntweinſpühlig. vom Roggen werden ferner häufig Ochſen und Schweine gemäſtet. Im natürlichen Zuſtande wird jedoch dieß Getreide zur Maſtung nicht leicht verwendet, ob es ſich gleich geſchrotten ſchr gut dazu qualificirte/ weil es doch im- iner»vörtheilhafter iſt, einen doppelten Nußen, durch


