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Dieſes Dſchirit: Spiel iſt kein Wettkampf um einen Preis, ſondern nur eine kriegeriſche Uebung zu Entwickelung der Geſchicklichkeit und Stärke des Rei! ters ſowohl als des Pferdes. Man ſieht es immer im Gefolge der Großen und von ihrer Umgebung geübt. Eine Anzahl Reiter mit leichten, weißen Stä ben bewaffnet, im Freien reitend, ſpringen einzelne aus der Kolonne, werden von andern verfolgt, welche ihnen den weißen Stab in den Rücken zu werfen ſtreben; ſie ſuchen durch Wendungen und Schwen? kungen, durch ein ſchnelles Verhalten, durch einen Uebergang von dem ſchnellſten Lauf in eine Parade, dem Gegner den Rücken abzugewinnen und auf ihn den Stab mit Vortheil zu werfen, oder ſeinem Wurfe zu entfliehen.= Hier zeigt das Pferd die größte Kraft und Gewandtheit, der Reiter aber ſeine Geſchick! lichkeit in Führung des Pferdes.
Dieſe kriegeriſche Uebung wird, ſo lange ſie unter dieſen Nationen währt, den Prüfſtein für die Stärke, Schnelligkeit und Gewandtheit ihrer Pferde abgeben, denn es kann nur dem Pferde, dem die wahren Ei- genſchaften des Reit? und Soldatenpferdes beiwohe nen, der Preis zu Theil werden. Das bloß ſchnelle, ſpindelbeinige Pferd, mit ſchwachem und unbiegſamen
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