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Ueber die Eigenschaften des Soldaten-Pferdes und die Mittel, die Zucht desselben zu befördern / von G.G. Ammon [...]
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zeither, von unſern Handelsfreunden jenſeit des Ka! nals holen; dadurch werden wir ihnen nicht ſehr zinsbar ſeyn.

Im Uebrigen iſt es keinem Zweifel unterworfen, daß eine öffentliche Schau im Lande gezogener aus? gezeichneter Pferde, und Preißvertheilungen an die vorzüglichſten, nach vorhergegangener Prüfung ihrer Leiſtungsfähigkeit für den vorgeſchriebenen Zweck, ver? bunden mit einer Art öffentlicher Ergöklichkeit, auch bei uns ein Beförderungsmittel der Pferdezucht ſeyn würde, Es kommt darauf an, Ideen in dieſer Bes ziehung aufzuſtellen, ſie werden ſich baid auf eine oder die andere Weiſe zur Reife bringen laſſen.

Vielleicht wäre es nicht unangemeſſen, das Wett! vennen der Römer nachzuahmen, wo die Pferde ſich um eine Säule mehrere Male wenden mußten, um den Lauf zu vollenden, und ein öfteres Sammeln und Pariren auf der Stelle mit dem ausgedehnten Laufe abwechſelte. Dadurch wird nicht nur die Schnelligkeit, ſondern auch die Gewandtheit, Bieg: ſamkeit und gute Haltung des Pferdes in gleichem Maaße geprüft, und die Reitkunſt wird zugleich eine Aufmunterung erhalten, weil nur das gut getittene und geübte Pferd den Preis davon tragen kann. Da man in Rom, im Cirkus, mit Wagen Wette