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winnſucht, müſſen die Wettrennen bald. eine ſehr armſelige Geſtalt annehmen; denn ſelbſt die öffent: lichen Preiſe, welche dem ſchnellſten Pferde ertheilt werden möchten, vermögen die etwanigen Nachah» mungen dieſer engliſchen Gebräuche nicht über das Kleinliche zu erheben. Doch dieſe Nachahmung kann ſich nicht auf die Rennen allein beſchränken, es liegt vielmehr in der Natur-der Sache, daß alsdann auch
die koſtbare Haltung der Rennpferde und die Trä!
nir: Anſtalten eingeführt, guch die Abhängigkeit der Eigenthümer der Rennpferde von den Individuen, welche dieſelben pflegen und reiten, bei uns eben ſo ſtatt finden müßte, wie es in England der Fall iſt. Nicht minder, daß ſehr anſehnliche Summen erſt zu? ſammengebracht werden müſſen, um die Rennbahnen und alle andern dazu gehörigen koſtbaren Erforder: niſſe herbeizuſchaffen.. Wie aber dies alles mit der ſehr mäßigen Wohlhabenheit, die bei uns anzutreffen iſt, beſonders aber mit der nicht in Abrede zu ſtellen; den ſehr gedrückten Lage unſerer ländlichen Grund/ Eigenthümer, welche die Rennpferde erziehen und die Wetten abſchließen ſollen, in Uebereinſtimmung zu bringen ſeyn möchte, das iſt eine Aufgabe, deren Lös ſung wir den Freunden der Wettrennen überlaſſen. In unſerm Vaterlande wird die Pferdezucht nur


