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Ueber die Eigenschaften des Soldaten-Pferdes und die Mittel, die Zucht desselben zu befördern / von G.G. Ammon [...]
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ihre dereinſtige Schnelligkeit gegen einander zu ver? haften.

Was jenes, den frühern Gebrauch, anbetrifft, ſo wird ſich bald zeigen, daß die Summen, welche in Deutſchland dabei zu gewinnen ſeyn möchten, den Verluſt an den Pferden nicht erſeßen; dieſes aber, das Wetten auf ungeborne Pferde, gehört zu den vielfältigen Sonderbarkeiten, welche den Engländern in ihrem Jünglingsalter oft eigen ſind, dem Deuts ſchen aber in der Nachahmung niemals wohl anſtehen.

Es giebt jedoch noch eine andere, mit der Pferde: zucht in keiner Verbindung ſtehende Seite, von welcher die Wettrennen, wie ſie in England beſtehen, ange! ſehen werden müſſen, wenn von ihrer Einführung bei uns die Rede ſeyn ſoll; dies iſt die ſtaatswirths- ſchaftliche und moraliſche.]

Im ſtrengſten Sinne genommen, ſind nur ſolche ſinnliche Gegenſtände für Beförderungsmittel der all: gemeinen Wohlfahrt zu halten, die entweder durch ſich ſelbſt, oder mittelbar produktiv ſind, Die lekte Fähigkeit iſt nur wenigen abzuſprechen; oft aber tyitt der Fall ein, daß ſie, unbeſchadet ihres bemerklichen Zuſammenhanges mit nüklichen Gewerben, dennoch der allgemeinen Wohlfahrt eher Nachtheil als Vor: theil veranlaſſen. Viele Gegenſtände des Luxus ſind